Der Duft der Vergangenheit
Public Story

Der Duft der Vergangenheit

Der Duft von teurem Parfüm und bitterem Kaffee hängt im Raum, als Jacqueline die Treppe herunterkommt. Ihre Schritte sind leise auf dem Marmorboden, aber Mehmet hört sie trotzdem.

RadiantAegis188
AuthorRadiantAegis188
Created26. July 2026
Chapters6

Story context

World description

Frankfurt am Main, eine pulsierende Metropole, in der Geld und Macht regieren. Du lebst in einer schicken Villa im Nobelviertel, umgeben von Luxusautos und Designermöbeln. Doch hinter der glänzenden Fassade brodelt es: Die Medien verfolgen jeden deiner Schritte, und die Erinnerung an die gemeinsame Vergangenheit mit Jacqueline lastet schwer auf deinen Schultern. Die Stadt ist ein Ort der Extreme, wo Reichtum und Einsamkeit nah...

Initial situation

Du stehst in deiner Luxusvilla in Frankfurt, umgeben von allem, was Geld kaufen kann. Doch der Glanz ist verblasst. Jacqueline, deine Ex-Frau, steht vor dir, die Augen voller Tränen und Wut. Sie will zurück, aber du spürst nur noch die alte Bitterkeit. Der Streit eskaliert, Erinnerungen an die gemeinsame Zeit werden wach, aber auch an den Schmerz, der euch auseinandergebracht hat. Die Luft ist dick, und du weißt, dass dieser M...

Objective

Du willst deinen Frieden finden, aber Jacqueline will dich zurück. Du musst entscheiden, ob du der Vergangenheit eine zweite Chance gibst oder deinen eigenen Weg gehst.

Chapter samples

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Chapter 1
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Der Duft von teurem Parfüm und bitterem Kaffee hängt im Raum, als Jacqueline die Treppe herunterkommt. Ihre Schritte sind leise auf dem Marmorboden, aber Mehmet hört sie trotzdem. Er hat sie immer gehört, selbst in den lautesten Nächten. „Mehmet.“ Ihre Stimme ist weich, aber angespannt. Sie bleibt am Fuße der Treppe stehen, die Hände um ...

Der Duft von teurem Parfüm und bitterem Kaffee hängt im Raum, als Jacqueline die Treppe herunterkommt. Ihre Schritte sind leise auf dem Marmorboden, aber Mehmet hört sie trotzdem. Er hat sie immer gehört, selbst in den lautesten Nächten. „Mehmet.“ Ihre Stimme ist weich, aber angespannt. Sie bleibt am Fuße der Treppe stehen, die Hände um eine Tasse geklammert, die nicht ihre ist. Sie hat sich hier hereingeschlichen, in sein Haus, in sein Leben, als ob die letzten zwei Jahre nie passiert wären. Er dreht sich nicht um. Sein Blick bleibt auf die Skyline Frankfurts gerichtet, auf die Lichter der Bankentürme, die wie kalte Sterne in der Abenddämmerung funkeln. „Du solltest nicht hier sein.“ „Ich weiß.“ Sie stellt die Tasse auf der Anrichte ab. Ihre Finger zittern. „Aber ich musste dich sehen. Ich musste dir sagen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Einen großen Fehler.“ Mehmet lacht leise, ein trockenes, bitteres Geräusch. „Einen Fehler? Du hast mich vor Gericht gezerrt. Du hast mein Herz ausgerissen und es vor den Kameras zertrampelt. Und jetzt nennst du das einen Fehler?“ Er spürt, wie sie näher kommt. Der vertraute Duft ihres Haares, dieser verdammte Lavendelduft, der ihn immer noch an die Nächte in ihrer kleinen Wohnung in Bornheim erinnert. An die Zeit, als sie noch nichts hatten außer sich selbst. „Ich war jung. Ich war dumm“, flüstert sie. „Der Ruhm hat mich verändert. Aber ich habe mich geändert, Mehmet. Ich bin nicht mehr dieselbe.“ „Nein“, sagt er leise. „Du bist nicht mehr dieselbe. Und ich auch nicht.“ Er dreht sich endlich um. Sie steht vor ihm, atemberaubend in einem schlichten schwarzen Kleid, die blonden Haare locker über die Schultern fallend. Ihre Augen sind rot gerändert, aber ihr Kinn ist trotzig erhoben. Sie kämpft. Sie hat immer gekämpft. „Ich will dich zurück“, sagt sie. Kein Flüstern mehr. Klar. Laut. Herausfordernd. Die Worte hängen zwischen ihnen wie ein Damoklesschwert. Mehmet starrt sie an, und für einen Moment sieht er nicht die berühmte Schauspielerin, nicht die Frau, die ihn vor aller Welt gedemütigt hat. Er sieht das Mädchen, das mit ihm Döner am Hauptbahnhof gegessen hat, das ihm Mut zugesprochen hat, als er sein erstes Geschäft eröffnete. „Du willst mich zurück“, wiederholt er langsam. „Oder du willst das Gefühl, nicht allein zu sein?“ Jacqueline schluckt. Ihre Fassade bröckelt. „Beides“, gesteht sie. „Ich bin so einsam, Mehmet. Die Partys, die Premieren – es ist alles leer. Ich habe alles, was ich mir je gewünscht habe, und es bedeutet nichts. Ohne dich bedeutet es nichts.“ Er schweigt. Die Stille dehnt sich aus, füllt den Raum mit all den unausgesprochenen Worten der letzten Jahre. Draußen heult eine Sirene auf, ein vertrautes Geräusch in dieser Stadt, die niemals schläft. Mehmets Handflächen sind feucht. Er spürt die alte Wut, aber darunter, ganz tief, etwas anderes. Eine Regung. Eine Sehnsucht, die er längst begraben glaubte. Er macht einen Schritt auf sie zu.

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Chapter 2
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Mehmet hält inne. Der Schritt, den er auf sie zugemacht hat, fühlt sich plötzlich falsch an. Zu nah. Zu verletzlich. Er sieht sie an, dieses Gesicht, das er einst geliebt hat wie kein zweites. Die Tränen in ihren Augen, das Zittern ihrer Lippen. Alles echt. Alles inszeniert? Er kann es nicht mehr unterscheiden. „Okay“, sagt er leise. J...

Mehmet hält inne. Der Schritt, den er auf sie zugemacht hat, fühlt sich plötzlich falsch an. Zu nah. Zu verletzlich. Er sieht sie an, dieses Gesicht, das er einst geliebt hat wie kein zweites. Die Tränen in ihren Augen, das Zittern ihrer Lippen. Alles echt. Alles inszeniert? Er kann es nicht mehr unterscheiden. „Okay“, sagt er leise. Jacqueline erstarrt. Sie hat nicht damit gerechnet. Ihr Mund öffnet sich, aber kein Ton kommt heraus. „Okay?“, wiederholt sie, als müsse sie das Wort erst begreifen. „Ja.“ Mehmets Stimme ist flach. „Du bekommst deine zweite Chance. Wir versuchen es noch einmal.“ Sie fällt ihm um den Hals, schluchzt, vergräbt ihr Gesicht in seiner Schulter. Er spürt ihre Tränen durch den Stoff seines Hemdes. Seine Arme heben sich zögernd, legen sich um ihren Rücken. Es fühlt sich an wie damals. Und doch ganz anders. --- Die Monate vergehen. Sie zieht wieder ein. Sie lachen, sie streiten, sie versöhnen sich. Die Villa füllt sich mit Leben, mit dem Duft von Lavendel und frischem Kaffee. Mehmet lässt die Mauer um sein Herz langsam bröckeln. Vielleicht, denkt er, vielleicht hat sie sich wirklich geändert. Bis zu jener Nacht im Herbst. Er kommt früher nach Hause als geplant. Ein Geschäftstermin wurde abgesagt. Die Villa liegt still im Dunkeln, nur im Schlafzimmer brennt Licht. Er geht die Treppe hinauf, leise, ohne Grund. Eine innere Unruhe treibt ihn. Die Tür ist nur angelehnt. Er hört Stimmen. Ein Lachen. Nicht ihres. Ein tiefes, männliches Lachen. Mehmet öffnet die Tür. Das Bett ist zerwühlt. Jacqueline liegt in den Armen eines Mannes, den er nicht kennt. Ihre Haare sind zerzaust, ihr Kleid liegt auf dem Boden. Sie sieht auf. Ihre Augen weiten sich. „Mehmet – warte, das ist nicht –“ Er sagt nichts. Er geht auf sie zu, langsam, ruhig. Sein Gesicht ist eine Maske. Er beugt sich zu ihr hinunter, bis sein Mund dicht an ihrem Ohr ist. „Ich wusste es“, flüstert er. „Du hast dich nicht geändert.“ Dann dreht er sich um und verlässt das Zimmer. --- Die nächsten Stunden plant er. Kalt. Präzise. Wie ein Geschäftsdeal. Er wartet, bis Mitternacht. Die Villa ist still. Jacqueline ist allein – der Fremde ist längst geflohen. Sie hat versucht, ihn anzurufen, aber er hat nicht abgenommen. Mehmet steht auf dem Balkon im ersten Stock, die Hände in den Taschen. Unter ihm, auf der Terrasse, hat er Glasscherben ausgelegt. Dutzende. Hunderte. Scharf wie Rasierklingen. Er wartet. Eine Frau kommt aus der Gästetoilette im Erdgeschoss. Nicht Jacqueline. Eine Unbekannte, eine Freundin, die heute Abend vorbeigekommen ist. Sie geht Richtung Balkontreppe. Mehmet starrt sie an. Sein Atem stockt. Die Frau steigt die Stufen hinauf. Ihre Schritte sind leicht, unbeschwert. Sie erreicht den Balkon, lehnt sich über das Geländer, blickt in die Nacht hinunter. Unten funkeln die Glasscherben im Mondlicht. Mehmet steht regungslos. Sein Herz schlägt langsam, gleichmäßig. Die Frau dreht sich um. Sie lächelt. „Schöne Aussicht.“ Er nickt. „Ja. Sehr schön.“

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Chapter 3
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Mehmet sieht die Frau an, wie sie da am Geländer lehnt, ahnungslos, unbeschwert. Ihr Lächeln ist weich im Mondlicht. Sie ist nur eine Freundin. Eine Unbekannte. Sie hat nichts getan. Aber sie ist hier. Sie hat gesehen, wie Jacqueline heute Abend mit diesem Mann im Bett lag. Vielleicht hat sie sogar gewusst, was passiert. Vielleicht hat s...

Mehmet sieht die Frau an, wie sie da am Geländer lehnt, ahnungslos, unbeschwert. Ihr Lächeln ist weich im Mondlicht. Sie ist nur eine Freundin. Eine Unbekannte. Sie hat nichts getan. Aber sie ist hier. Sie hat gesehen, wie Jacqueline heute Abend mit diesem Mann im Bett lag. Vielleicht hat sie sogar gewusst, was passiert. Vielleicht hat sie ihr geholfen, ihn zu betrügen. Es spielt keine Rolle. Er tritt näher. Die Frau dreht sich um, noch immer lächelnd. „Ist was?“ „Nein“, sagt Mehmet leise. „Alles in Ordnung.“ Er ist nah genug. Seine Hände schnellen vor, packen ihre Schultern. Sie erschrickt, will etwas sagen, aber er drückt sie mit einer einzigen, fließenden Bewegung über das Geländer. Für einen Moment schwebt sie in der Luft, die Augen weit aufgerissen, der Mund zu einem stummen Schrei geöffnet. Dann fällt sie. Das Geräusch, als sie unten aufkommt, ist dumpf und kurz. Ein Knacken. Dann Stille. Mehmet atmet ruhig. Er blickt hinunter. Die Frau liegt reglos zwischen den Glasscherben, ihr Körper in einem unnatürlichen Winkel verdreht. Das Mondlicht malt silberne Streifen auf das Blut, das sich langsam über die Steinplatten ausbreitet. Er wartet. Minuten vergehen. Die Villa ist still. Dann hört er Schritte. Leichte, unsichere Schritte auf der Treppe. Jacqueline kommt aus dem Schlafzimmer, ein Morgenmantel übergeworfen, die Haare zerzaust. In der Hand hält sie eine Zigarette. „Mehmet? Bist du das?“ Ihre Stimme ist rau, vom Weinen oder vom Schlafmangel. „Ich kann nicht schlafen. Ich dachte, ich geh mal eine rauchen auf der Terrasse.“ Er dreht sich um. Sein Gesicht ist ruhig, fast freundlich. „Klar“, sagt er. „Komm. Ich begleite dich.“ Sie lächelt unsicher, tritt näher. Auf dem Balkon angekommen, lehnt sie sich an ihn, zündet sich die Zigarette an. Der Rauch kräuselt sich in der kühlen Nachtluft. „Es tut mir leid“, flüstert sie. „Was heute passiert ist. Ich war schwach. Ich liebe dich doch, Mehmet. Nur dich.“ Er legt einen Arm um sie. Streicht ihr sanft über das Haar. „Ich weiß“, sagt er. „Ich weiß.“ Dann wird seine Bewegung ruckartig. Seine Hand greift in ihr Haar, reißt ihren Kopf nach hinten. Sie schreit auf, die Zigarette fällt aus ihrer Hand, funkelt kurz auf, bevor sie im Nichts verglüht. Er hebt sie hoch, ihre Beine strampeln in der Luft, ihr Morgenmantel flattert. „Mehmet, was –“ Sie sieht den Tod in seinen Augen. Er lässt sie los. Sie fällt rückwärts, die Arme rudern ins Leere, ihr Schrei zerschneidet die Stille der Nacht. Dann ein zweites Geräusch, nasser, schwerer als das erste. Ein Knacken. Stille. Mehmet steht am Geländer und blickt hinunter. Zwei Körper liegen auf der Terrasse, ineinander verschlungen, umgeben von Glas und Blut. Der Mond scheint auf sie herab, kalt und gleichgültig. Er dreht sich um. Geht ins Haus. Schließt die Balkontür hinter sich.

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