HunterZ (Eine von Hellsing inspirierte Geschichte)
Public Story

HunterZ (Eine von Hellsing inspirierte Geschichte)

Die Kirchenfenster der Kathedrale von Avignon warfen bunte Lichtbahnen auf den steinernen Boden, als Natalie Lyonesse die schwere Holztür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Draußen hing der Geruch von Weihrauch und verbranntem Öl in der Luft, vermischt mit etwas anderem – etwas Metallischem, das sie nur zu gut kannte.

JadedBlaster268
AuthorJadedBlaster268
Created15. July 2026
Chapters143

Story context

World description

Die Welt vom Hellsing Anime

Initial situation

Der königlich protestantische Ritterorden der Hellsing Organisation ist nicht die einzige Institution, die sich dem übernatürlichen entgegen stellt. Der Vatikan schickt Regimenter aus Kampfpriestern in die ganze Welt um Untote zu vernichten, wo immer sie sich auszubreiten drohen. Um ein solches Regiment dreht sich die Geschichte

Objective

Eine Verschwörung aufdecken, die die Ausbreitung der Untoten in Europa stark beschleunigen soll.

Character introduction

Natalie Lyonesse

Natalie Lyonesse

Role: Kampfpriester/ Untoten Jägerin

Personalitydirekt, neugierig, häufig traurig oder grüblerisch
Flawsniedriger Rang, keine gute Anführerin
AppearanceFit, kurzes Haar, blond, blaue Augen, kratz- und Bissnarben an Hals und Hüfte
Backstorysie entstammt einer Familie aus Jägern. Mit 8 jahren bekommt man dort seinen ersten gefesselten Zombie vorgesetzt, den man vernichten muss. Das tut man um den Kindern die Angst vor Untoten zu nehmen. Danach folgen umfangreiches Training, Bildung und schließlich die Entscheidung Zivilist oder Jäger zu werden. Als Mitglied der Familie Lyonesse erwartet man von ihr natürlich den Weg des Jägers, den sie dann auch nahm.
Relationshipsie sind Teil eines viel größeren Regiments aus Kampfpriestern, die sich gegenseitig unterstützen, Seite an Seite kämpfen und womöglich auch Freundschaft und mehr zu teilen geneigt sind

Chapter samples

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Chapter 1
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Die Kirchenfenster der Kathedrale von Avignon warfen bunte Lichtbahnen auf den steinernen Boden, als Natalie Lyonesse die schwere Holztür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Draußen hing der Geruch von Weihrauch und verbranntem Öl in der Luft, vermischt mit etwas anderem – etwas Metallischem, das sie nur zu gut kannte. Blut. Sie strich...

Die Kirchenfenster der Kathedrale von Avignon warfen bunte Lichtbahnen auf den steinernen Boden, als Natalie Lyonesse die schwere Holztür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Draußen hing der Geruch von Weihrauch und verbranntem Öl in der Luft, vermischt mit etwas anderem – etwas Metallischem, das sie nur zu gut kannte. Blut. Sie strich sich eine kurze blonde Strähne aus der Stirn und folgte dem Gang nach links, vorbei an Reihen leerer Holzbänke. Ihre Schritte hallten leise zwischen den hohen Gewölbebögen wider. „Ah, ma petite Natalie!“ Remi Plaquette lehnte an einem Pfeiler, eine selbstgedrehte Zigarette zwischen den Fingern. Der Rauch kräuselte sich in den farbigen Lichtstrahlen. Sein Dreitagebart war heute etwas dichter, die rotbraunen Locken zerzaust, als wäre er gerade erst aufgestanden. „Du kommst zu spät. Der Monsignore hat schon die Messe gelesen und sich in sein Büro verzogen.“ Er zwinkerte ihr zu. „Aber keine Sorge, ich habe dir etwas aufgehoben.“ Er deutete mit dem Kinn zu einer Seitenkapelle, wo Vicky Bars auf einem umgestürzten Beichtstuhl hockte. Sie polierte ihre silberbeschlagene Axt mit einem Lappen, die roten Lippen zu einem leichten Lächeln verzogen. Ihre schwarzen Strubbelhaare standen wild in alle Richtungen ab. „Ein Ghul“, sagte Vicky, ohne aufzublicken. „In der Krypta unter der alten Abtei. Der Bürgermeister hat heute Morgen angerufen. Zwei Touristen sind verschwunden.“ „Nur einer?“, fragte Hans Bräumler trocken. Der große, hagere Mann stand abseits im Schatten eines Pfeilers, die Arme vor der Brust verschränkt. Seine blauen Augen wirkten fast farblos im Dämmerlicht. „Dann wird es eine kurze Nacht.“ Natalie spürte das vertraute Ziehen in ihrer Brust. Dieses flaue Gefühl, das sie immer überkam, bevor es losging. Sie hasste es. Und gleichzeitig brauchte sie es. „Wo ist der Rest?“ Remi zuckte mit den Schultern. „Das Regiment ist aufgeteilt. Zwei Teams sind in Marseille, eines in Lyon. Wir sind, wie sagt man so schön? Die Putzkolonne für die Kleinarbeit.“ Er drückte die Kippe an der Steinwand aus und steckte den Stummel in die Innentasche seines langen schwarzen Mantels. „Also“, sagte er und grinste schief. „Gehen wir ein paar Untote jagen, ja?“ Natalie nickte. Ihre Finger berührten unwillkürlich die Narbe an ihrem Hals, dort wo vor Jahren ein Ghoul sie erwischt hatte. Die Haut war glatt und hart. Sie folgte den anderen durch den Seitengang hinaus in die Abenddämmerung von Avignon, wo die ersten Schatten länger wurden – und wo irgendwo in der Tiefe der alten Abtei etwas auf sie wartete.

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Chapter 2
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Die Gruppe war kaum aus dem Seitenschiff der Kathedrale getreten, als Natalies Frage in der kühlen Abendluft hängen blieb. Remi blieb stehen, drehte sich um und zog eine neue Zigarette aus der Brusttasche. „Der Erschaffer?“, wiederholte er und ließ den Tabak zwischen den Fingern rollen. „Bisher hat niemand etwas davon gesagt. Nur dass es...

Die Gruppe war kaum aus dem Seitenschiff der Kathedrale getreten, als Natalies Frage in der kühlen Abendluft hängen blieb. Remi blieb stehen, drehte sich um und zog eine neue Zigarette aus der Brusttasche. „Der Erschaffer?“, wiederholte er und ließ den Tabak zwischen den Fingern rollen. „Bisher hat niemand etwas davon gesagt. Nur dass es ein Ghul ist und dass er in der Krypta haust.“ Vicky sprang mit einem leisen Klirren von ihrem Beichtstuhl und hängte sich die Axt über die Schulter. „Vielleicht ist der Erschaffer längst über alle Berge. Oder er liegt selbst da unten und wartet darauf, dass wir ihn besuchen kommen.“ Sie kicherte leise. „Das wäre doch ein hübscher Abend, oder? Ein Ghul und sein Meister, schön aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur.“ Hans trat aus dem Schatten des Pfeilers und schloss zu ihnen auf. Seine Schritte waren leise, fast lautlos auf dem Steinboden. „Ein Ghul, der allein in einer Krypta haust, ist selten ohne Herrn. Die Frage ist nur, ob der Herr noch da ist oder ob er sein Spielzeug zurückgelassen hat.“ Natalie spürte, wie sich ihre Finger um den Griff ihrer Waffe legten, die unter dem Mantel verborgen war. Die Narbe an ihrem Hals begann zu jucken, so wie immer, wenn sie einem Untoten gegenüberstand. Sie unterdrückte den Drang, daran zu kratzen. „Also gut“, sagte sie und sah zu den anderen. „Dann sollten wir uns selbst ein Bild machen. Wenn der Erschaffer noch da ist, umso besser. Dann erledigen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“ Remi zündete sich die Zigarette an und inhalierte tief. Der Rauch kräuselte sich um sein Gesicht, während er Natalie ansah. „Du klingst, als würdest du darauf hoffen, ma chérie. Aber pass auf, was du dir wünschst. Ein Ghul ist ein Ghul. Aber sein Meister? Das kann alles Mögliche sein – von einem abtrünnigen Priester bis zu einem verdammten Vampir.“ Er blies den Rauch aus. „Und Vampire sind nicht so leicht zu knacken wie die kleinen Fresser da unten.“ Vicky lachte leise. „Umso besser. Ich hatte heute noch kein richtiges Abendprogramm.“

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Chapter 3
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Natalie löste die kleine Lampe von ihrem Gürtel, klappte sie auf und hakte sie ein. Das schwache Licht zitterte über den Steinboden, als sie sich in Bewegung setzte. Das Gewehr lag schwer in ihren Händen, das kurze Bajonett fing einen matten Schimmer des Mondlichts, das durch die hohen Fenster fiel. „Endlich“, murmelte Vicky hinter ihr u...

Natalie löste die kleine Lampe von ihrem Gürtel, klappte sie auf und hakte sie ein. Das schwache Licht zitterte über den Steinboden, als sie sich in Bewegung setzte. Das Gewehr lag schwer in ihren Händen, das kurze Bajonett fing einen matten Schimmer des Mondlichts, das durch die hohen Fenster fiel. „Endlich“, murmelte Vicky hinter ihr und folgte mit federnden Schritten. Der Gang führte sie aus dem Seitenschiff hinaus in einen schmalen Korridor, der sich um den Altarraum wand. Hier draußen roch es nach feuchtem Stein und altem Weihrauch, vermischt mit etwas anderem – einem süßlichen, metallischen Unterton. Remi war dicht hinter ihr, seine Zigarette war erloschen. Er hatte sie zwischen den Fingern zerdrückt, ohne es zu merken. „Da vorne muss die Treppe zur Krypta sein“, sagte er leise und deutete auf eine dunkle Öffnung am Ende des Ganges. Natalie trat näher. Die Luft wurde kühler, fast kalt. Die Stufen führten steil nach unten, in eine Dunkelheit hinein, die selbst das Licht ihrer Lampe nicht ganz durchdringen konnte. Sie blieb einen Moment stehen, lauschte. Nichts. Kein Geräusch. Kein Kratzen, kein Flüstern, kein Atem. „Das gefällt mir nicht“, sagte Hans leise hinter ihr. Seine Stimme klang flach, aber angespannt. „Zu still. Ein Ghul, der in einer Krypta haust, macht Lärm. Der frisst, der kratzt, der atmet. Hier ist nichts.“ „Vielleicht schläft er“, sagte Vicky und kicherte leise. „Sollen wir ihn wecken?“ Natalie ignorierte sie und setzte den ersten Fuß auf die Stufe. Das Holz knarrte unter ihrem Gewicht, ein scharfes Geräusch in der Stille. Sie wartete. Wieder nichts. Sie ging weiter, langsam, das Gewehr im Anschlag, die Lampe nach vorne gerichtet. Der Lichtkegel tanzte über die Wände, über Risse im Mauerwerk, über Spinnweben, die wie Vorhänge von der Decke hingen. Die Treppe machte eine Biegung, und dann stand sie vor einer schweren Holztür, die nur angelehnt war. Aus dem Spalt drang ein schwacher, fahler Geruch. Verwesung. Aber alt. Sehr alt. Remi trat neben sie und legte eine Hand auf die Tür. „Bereit?“, fragte er leise.

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