Rivalen im Team: Liebeslyrik und alte Fehden
Public Story

Rivalen im Team: Liebeslyrik und alte Fehden

Der erste Schultag nach den Ferien beginnt für Noah Winter wie immer: mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Schwarm von Mitschülern um ihn herum. Seine braunen Locken fallen ihm lässig in die Stirn, als er durch die Eingangshalle des Gymnasiums schlendert, und die tiefblauen Augen mustern freundlich die Gesichter, die ihn grüßen.

DigitalOutlaw419
AuthorDigitalOutlaw419
Created9. June 2026
Chapters8

Story context

World description

am Anfang eher in der schule in der Mitte eher bei ihm oder ihr zuhause

Initial situation

hazel und Noah waren unschön immer Rivalen bis sie eine pràsentation yusammen erstellen mèssen und da entfaltet sich die liebe zwischen den beiden

Objective

sie wird ungeplant schwanger von Noah und sie bekommen Zwillinge ein junge und ein màdchen

Character introduction

Noah Winter

Noah Winter

Role: er ist der beliebteste junge aus der schule

Personalityer ist ein gentelman nur zu hazel und hat immer alles dabei was hazel vergisst
Flawser hat keine
Appearanceer hat sèse braune locken und tiefblaue Augen
Backstoryer lebt mit seiner großen Familie zusammen
Relationshipam Anfang sind Hazel und Noah Rivalen und dann sind sie so ein sèses paar und kèmmern sich gegenseitig um sich und um ihre kinder

Chapter samples

1
Chapter 1
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Der erste Schultag nach den Ferien beginnt für Noah Winter wie immer: mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Schwarm von Mitschülern um ihn herum. Seine braunen Locken fallen ihm lässig in die Stirn, als er durch die Eingangshalle des Gymnasiums schlendert, und die tiefblauen Augen mustern freundlich die Gesichter, die ihn grüßen. Er ...

Der erste Schultag nach den Ferien beginnt für Noah Winter wie immer: mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Schwarm von Mitschülern um ihn herum. Seine braunen Locken fallen ihm lässig in die Stirn, als er durch die Eingangshalle des Gymnasiums schlendert, und die tiefblauen Augen mustern freundlich die Gesichter, die ihn grüßen. Er ist der Sonnenschein der Schule, der Junge, der immer ein Pflaster dabei hat, wenn sich jemand verletzt, der den Neuen den Weg zeigt und der selbst in der stressigsten Prüfungsphase noch Zeit für ein aufmunterndes Wort findet. Doch als er den Raum 212 betritt, gefriert sein Lächeln für einen winzigen Moment. Hazel Summer sitzt bereits am hinteren Tisch, ihre langen, dunklen Haare zu einem strengen Pferdeschwanz gebunden, den Blick konzentriert auf ihr Handy gerichtet. Sie sieht nicht auf, als er eintritt, aber er spürt ihre Anwesenheit wie einen leichten Stromschlag in der Luft. Seit der Grundschule sind sie Rivalen. Nicht im bösen Sinne, aber ständig. Wer hat die bessere Note? Wer wird Klassensprecher? Wer gewinnt das Debattierturnier? Es ist ein stummer Krieg, der zwischen ihnen tobt, und beide haben längst vergessen, wie er überhaupt begonnen hat. „Setzt euch, bitte“, sagt Frau Dr. Weber, die Deutschlehrerin, und ihre Stimme schneidet durch das Stimmengewirr. „Ich habe heute eine besondere Überraschung für euch.“ Noah nimmt seinen Platz ein, zwei Reihen vor Hazel. Er hört, wie sie ihren Stuhl zurückschiebt, hört das leise Klicken ihres Kugelschreibers. „Ihr werdet in den nächsten zwei Wochen eine Projektarbeit erstellen“, fährt die Lehrerin fort. „Und zwar in Zweierteams. Die Einteilung habe ich bereits vorgenommen – nach den Ergebnissen eurer letzten Klausur. Die Besten arbeiten mit den Schwächsten zusammen, um den Klassendurchschnitt zu heben.“ Ein Raunen geht durch den Raum. Noah spürt, wie sich sein Magen zusammenzieht. Er war der Beste in der Klausur. „Winter und Summer“, sagt Frau Dr. Weber und blickt zwischen ihnen hin und her. „Ihr seid ein Team. Thema: Die Entwicklung der Liebeslyrik im 19. Jahrhundert. Abgabetermin in vierzehn Tagen. Ihr könnt euch jetzt zusammensetzen und die erste Stunde für die Planung nutzen.“ Noah dreht sich um. Hazel hat den Kopf gehoben, ihre grünen Augen treffen seine blauen. Einen Moment lang herrscht absolute Stille zwischen ihnen, während der Rest der Klasse sich in Bewegung setzt. Dann hebt sie eine Augenbraue. „Na, Winter“, sagt sie leise, eine Spur von Herausforderung in der Stimme. „Hoffentlich hast du deinen Terminkalender dabei. Ich möchte keine Zeit verschwenden.“ Er lächelt, ein echtes Lächeln jetzt, und steht auf. Aus seiner Tasche zieht er einen kleinen, ledergebundenen Kalender – den, den er immer dabeihat, für den Fall, dass jemand einen vergisst. „Immer, Summer“, erwidert er und setzt sich neben sie. „Die Frage ist eher, ob du deine Notizen aus dem letzten Semester dabei hast. Oder hast du sie schon wieder verloren?“ Ihre Wangen röten sich leicht, und er weiß, dass er ins Schwarze getroffen hat. Aber statt einer scharfen Erwiderung zuckt sie nur die Schultern und schlägt ihr Heft auf. Vielleicht, denkt Noah, vielleicht wird diese Zusammenarbeit interessanter, als er gedacht hat.

2
Chapter 2
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Noah schlägt seinen Kalender auf, während Hazel ihr Heft vor sich auf den Tisch legt. Die Sonne fällt durch das hohe Fenster und wirft ein warmes Licht auf die Holztischplatte zwischen ihnen. Einen Moment lang sagt keiner etwas, und die Stille ist seltsam, anders als die angespannte Stille, die sie sonst umgibt. „Also“, beginnt Noah und ...

Noah schlägt seinen Kalender auf, während Hazel ihr Heft vor sich auf den Tisch legt. Die Sonne fällt durch das hohe Fenster und wirft ein warmes Licht auf die Holztischplatte zwischen ihnen. Einen Moment lang sagt keiner etwas, und die Stille ist seltsam, anders als die angespannte Stille, die sie sonst umgibt. „Also“, beginnt Noah und fährt mit dem Finger über die leeren Seiten seines Kalenders. „Liebeslyrik des neunzehnten Jahrhunderts. Das ist ziemlich breit gefasst. Wir sollten uns erstmal auf eine Richtung einigen.“ Hazel mustert ihn mit ihren grünen Augen, als wolle sie prüfen, ob er es ernst meint. Dann greift sie nach ihrem Kugelschreiber und zeichnet eine kleine Spirale an den Rand ihres Heftes. „Heine, Eichendorff, Droste-Hülshoff“, zählt sie auf. „Die üblichen Verdächtigen. Aber wenn wir nur die abdecken, werden wir nicht besonders auffallen.“ „Du willst auffallen?“ „Ich will eine gute Note“, korrigiert sie ihn, aber ein winziges Lächeln zuckt um ihre Mundwinkel. „Und ja, vielleicht auch ein bisschen auffallen. Frau Dr. Weber hat letztes Jahr gesagt, sie liebt es, wenn jemand ungewöhnliche Verbindungen herstellt.“ Noah lehnt sich zurück und betrachtet sie. Es ist seltsam, sie so zu sehen – konzentriert, fast enthusiastisch, ohne die übliche Schärfe in der Stimme. Normalerweise begegnen sie sich nur in Debatten oder Wettbewerben, wo jedes Wort eine Waffe ist. Aber hier, an diesem Tisch, sind sie einfach zwei Schüler, die eine Aufgabe lösen müssen. „Was hältst du von einem Vergleich?“, schlägt er vor. „Romantische Liebeslyrik gegen die realistischere Strömung später im Jahrhundert. Vom Himmelsschwärmen zur Alltagsliebe, sozusagen.“ Hazel hält inne, der Kugelschreiber schwebt über dem Papier. Sie sieht auf, und ihre Blicke treffen sich. „Das ist ... gar nicht schlecht, Winter“, sagt sie langsam. „Wir könnten Gedichte von Brentano und Heine nebeneinanderstellen und die Entwicklung der Bildsprache analysieren.“ „Und vielleicht einen Ausblick auf die Moderne geben“, ergänzt Noah, der merkt, wie die Idee langsam Form annimmt. „Wie die Themen aus dem neunzehnten Jahrhundert in heutiger Liebeslyrik weiterleben.“ Hazel schreibt etwas in ihr Heft, und ihre Stirn legt sich in konzentrierte Falten. „Das wäre tatsächlich interessant. Aber wir brauchen Primärquellen. Die Bibliothek hat einen guten Bestand an Gedichtbänden aus der Zeit, aber die sind meist ausgeliehen.“ „Ich kenne den Bibliothekar“, sagt Noah und grinst. „Er schuldet mir noch einen Gefallen, seit ich ihm letztes Jahr bei der Inventur geholfen habe. Ich könnte morgen in der Mittagspause vorbeischauen und ein paar Bände reservieren lassen.“ Hazel sieht ihn an, und in ihrem Blick liegt etwas, das er nicht genau deuten kann. Überraschung vielleicht, oder eine leise Anerkennung. „Du hilfst also tatsächlich dem Bibliothekar bei der Inventur?“ „Ich helfe vielen Leuten“, erwidert er achselzuckend. „Das ist kein Geheimnis.“ „Nein“, sagt sie leise und senkt den Blick wieder auf ihr Heft. „Das ist es nicht.“ Eine Weile arbeiten sie schweigend weiter, skizzieren eine grobe Gliederung, notieren erste Ideen. Die Geräusche der Klasse um sie herum verschwimmen zu einem dumpfen Hintergrundrauschen. Noah bemerkt, wie Hazel ab und zu den Kugelschreiber zwischen den Fingern dreht, eine Angewohnheit, die ihm noch nie aufgefallen war. Und sie bemerkt, wie er beim Nachdenken die Unterlippe zwischen die Zähne nimmt, ein Detail, das sie bisher übersehen hatte. Als die Stunde sich dem Ende neigt, klappt Hazel ihr Heft zu und sieht auf. „Morgen in der Mittagspause? In der Bibliothek? Dann können wir die Bücher gleich durchgehen.“ Noah nickt und notiert es in seinem Kalender. „Ich bin da.“

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Chapter 3
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Am nächsten Tag sitzt Noah in der Mittagspause in der Bibliothek, drei dicke Gedichtbände vor sich aufgestapelt. Die Minuten verstreichen. Er blättert in einem Band von Eichendorff, liest dieselbe Zeile dreimal, ohne sie aufzunehmen. Viertel nach eins. Halb zwei. Kein Zeichen von Hazel. Er zieht sein Handy aus der Tasche und schreibt ihr...

Am nächsten Tag sitzt Noah in der Mittagspause in der Bibliothek, drei dicke Gedichtbände vor sich aufgestapelt. Die Minuten verstreichen. Er blättert in einem Band von Eichendorff, liest dieselbe Zeile dreimal, ohne sie aufzunehmen. Viertel nach eins. Halb zwei. Kein Zeichen von Hazel. Er zieht sein Handy aus der Tasche und schreibt ihr eine Nachricht. Keine Antwort. Nach einer weiteren Viertelstunde gibt er auf, packt die Bücher in seinen Rucksack und macht sich auf den Weg. Ihr Haus kennt er aus einem alten Schulprojekt – sie wohnt nur zehn Minuten entfernt, in einer ruhigen Seitenstraße mit alten Bäumen. Als er klingelt, dauert es eine Weile, bis sich etwas tut. Schließlich öffnet Hazel die Tür einen Spaltbreit, und ihr Gesicht ist blass, die Haare aus dem strengen Pferdeschwanz befreit und zerzaust. „Noah?“, fragt sie, und ihre Stimme klingt fremd. „Was machst du hier?“ „Du hast den Termin vergessen“, sagt er und hebt den Rucksack leicht an. „Ich hab die Bücher dabei. Ist alles in Ordnung?“ Sie zögert, und ihr Blick flackert zur Seite, in den Flur hinter ihr. „Ja, klar. Ich kann heute nicht. Tut mir leid.“ Sie macht Anstalten, die Tür zu schließen, aber in diesem Moment hört Noah eine kleine Stimme aus dem Inneren des Hauses. „Hazel? Wer ist da?“ Hazels Gesicht wechselt schlagartig die Farbe. Sie drückt die Tür fester zu, aber Noah hat bereits einen Fuß dazwischengestellt. „Ist das dein Bruder?“, fragt er leise. Sie beißt sich auf die Lippe und schließt die Augen, als müsse sie sich zu etwas zwingen. Dann öffnet sie die Tür ganz. Im Flur steht ein kleiner Junge, vielleicht sechs Jahre alt, mit dunklen Locken und großen grünen Augen – Hazels Augen. Er trägt einen Schlafanzug mit Dinosauriern und hält einen ausgefransten Stoffhasen im Arm. „Ben, geh bitte ins Wohnzimmer“, sagt Hazel mit einer Stimme, die müde klingt, viel zu müde für ein Mädchen von achtzehn. Aber Ben bleibt stehen und mustert Noah neugierig. „Bist du Hazels Freund?“ Noah kniet sich hin, bis er auf Augenhöhe mit dem Jungen ist. „Ich bin Noah. Ich kenne deine Schwester aus der Schule.“ „Hazel sagt, du bist blöd“, verkündet Ben fröhlich. Hazel wird knallrot. „Ben!“ Noah lacht leise. „Manchmal bin ich das bestimmt.“ Er sieht zu Hazel auf, und in seinem Blick liegt etwas Neues, etwas Weiches. „Warum hast du nie gesagt, dass du auf deinen Bruder aufpasst?“ Sie verschränkt die Arme und sieht weg. „Weil es niemanden etwas angeht. Meine Mutter ist vor einem Jahr gestorben und mein Vater auch. Jemand muss auf Ben aufpassen, und ich bin die einzige, die das kann. Also ...“ Sie zuckt mit den Schultern. „Deshalb bin ich immer so früh weg von der Schule. Deshalb kann ich nie zu den Nachmittagstreffen. Deshalb ...“ Sie holt Luft. „Deshalb bin ich so, wie ich bin.“ Noah steht langsam auf. Er sieht sie an – nicht mit Mitleid, sondern mit einer stillen Anerkennung, die sie nicht erwartet hat. „Das ist beeindruckend“, sagt er leise. „Wirklich. Du gehst zur Schule, machst deine Sachen besser als die meisten, und trotzdem kümmerst du dich um ihn. Allein.“ Hazel sieht ihn an, als hätte er gerade etwas völlig Unerwartetes gesagt. „Was?“ „Ich meine es ernst.“ Er lächelt. „Und ich kann dir helfen. Mit den Büchern, meine ich. Ich bringe sie dir vorbei, und wir arbeiten hier, wenn du nicht wegkannst. Das ist doch kein Problem.“ Ben tuggt an Hazels Hand. „Kann Noah hierbleiben? Er ist viel netter als du gesagt hast.“ „Ben!“, zischt Hazel, aber in ihrer Stimme schwingt keine Wut mehr mit. Nur eine leise, verblüffte Ratlosigkeit. Noah grinst. „Ich nehme das als Kompliment.“

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