
Der erste Schatten nach den Ferien
Der erste Morgen nach den Ferien fühlt sich seltsam an. Du stehst am Fenster des Zimmers, das du dir mit Clara teilst, und siehst hinaus auf den Wald, der die Sternschule umgibt.
Story context
World description
Sternstadt, Internat-Sternschule, Wald, Strand, See
Initial situation
vor einer Woche war Joélle neu in der Schule da die anderen beiden Mädels Clara und sage schon länger auf der Schule gewesen sind und die einzigsten die auf dieser Schule geht sonst keiner bekommen die zwei neue Schülerinnen Johanna und Rose die sind neu auf der Schule also das sind die fünf einzigsten Mädels die auf dieser Schule gehen es gibt keine tagesschüler nur die fünf Mädels alleine in der internat sternschule und natü...
Objective
ein böser Vampir möchte die Welt beherrschen aber am Ende retten die fünf Mädels zusammen als Team die Welt
Character introduction

Joelle
Role: Normal
Chapter samples
1Chapter 1▾
Der erste Morgen nach den Ferien fühlt sich seltsam an. Du stehst am Fenster des Zimmers, das du dir mit Clara teilst, und siehst hinaus auf den Wald, der die Sternschule umgibt. Die Sonne taucht die Baumwipfel in goldenes Licht, und irgendwo in der Ferne glitzert der See durch die Äste. „Joélle, beeil dich!“, ruft Clara vom Flur. „Rose ...
Der erste Morgen nach den Ferien fühlt sich seltsam an. Du stehst am Fenster des Zimmers, das du dir mit Clara teilst, und siehst hinaus auf den Wald, der die Sternschule umgibt. Die Sonne taucht die Baumwipfel in goldenes Licht, und irgendwo in der Ferne glitzert der See durch die Äste. „Joélle, beeil dich!“, ruft Clara vom Flur. „Rose und Johanna warten schon unten.“ Du drehst dich um und greifst nach deiner Tasche. Eine Woche Ferien war genau das, was du gebraucht hast. Die neue Schule, die neuen Gesichter – alles war überwältigend in der ersten Woche. Aber jetzt, nach sieben Tagen voller Erkundungen und langer Gespräche am Kamin, fühlt sich die Sternschule fast wie ein Zuhause an. Im Speisesaal sitzen die anderen bereits um den großen Holztisch. Rose, mit ihren kurzen roten Haaren und der stets wachen Miene, unterhält sich leise mit Johanna, die schüchtern in ihre Cornflakes starrt. Sage, die Älteste von euch, lehnt sich entspannt zurück und nippt an ihrem Tee. „Setz dich“, sagt sie und schiebt dir einen Stuhl zurecht. „Wir haben heute einen freien Tag. Kein Unterricht bis morgen.“ Clara lässt sich neben dir nieder und greift nach einem Brötchen. „Was sollen wir unternehmen? Wir könnten zum Strand gehen, das Wetter ist perfekt.“ Du nickst zögernd. Der Strand klingt verlockend, aber ein seltsames Gefühl liegt in der Luft. Etwas, das du nicht benennen kannst. Vielleicht ist es nur die Aufregung nach der Ruhe der Ferienwoche. „Ich habe gehört, dass im Wald etwas passiert sein soll“, sagt Rose leise und senkt die Stimme. „Einer der Pfade wurde über Nacht zerstört. Als hätte jemand mit großer Gewalt die Bäume niedergerissen.“ Sage stellt ihre Tasse ab. „Das sind nur Gerüchte. Die Leute aus der Stadt reden viel.“ Doch als du aus dem Fenster siehst, in Richtung des dichten Waldes, der die Schule umgibt, kannst du das Gefühl nicht abschütteln, dass sich etwas verändert hat. Die Schatten zwischen den Bäumen wirken tiefer, dunkler als noch vor einer Woche.
2Chapter 2▾
Du schaust von deiner Teetasse auf und spürst, dass die Stille am Tisch ein wenig unbehaglich ist. Johanna starrt immer noch in ihre Cornflakes, und Rose wirkt zwar wach, aber auch ein Stück weit verloren zwischen den neuen Gesichtern. „Hey“, sagst du und lächelst die beiden Neuen an. „Wollt ihr, dass wir euch die Schule zeigen? Damit ih...
Du schaust von deiner Teetasse auf und spürst, dass die Stille am Tisch ein wenig unbehaglich ist. Johanna starrt immer noch in ihre Cornflakes, und Rose wirkt zwar wach, aber auch ein Stück weit verloren zwischen den neuen Gesichtern. „Hey“, sagst du und lächelst die beiden Neuen an. „Wollt ihr, dass wir euch die Schule zeigen? Damit ihr euch ein bisschen zurechtfindet?“ Rose nickt erleichtert, und selbst Johanna hebt kurz den Blick und lächelt schüchtern. Clara springt sofort auf. „Klar! Kommt, wir fangen im Ostflügel an. Da sind die besten Klassenzimmer, und der Ausblick auf den See ist unglaublich.“ Sarah bleibt noch einen Moment sitzen, trinkt ihren Tee aus und erhebt sich dann gemächlich. „Und danach zeig ich euch den geheimen Pfad zur Küche. Der Koch lässt uns manchmal Reste mitgehen, wenn wir leise sind.“ Ihr führt die beiden Neuen durch die Gänge der Sternschule. Die alten Holzdielen knarren unter euren Schritten, und durch die hohen Fenster fällt das Morgenlicht in langen Bahnen auf den Boden. Du zeigst ihnen die Bibliothek mit ihren staubigen Regalen, den Musikraum mit dem alten Klavier und den kleinen Innenhof, in dem ein Springbrunnen plätschert. Als ihr zurück in den Speisesaal kommt, stehen zwei Frauen vor der großen Tafel. Frau Stern, die Schulleiterin, mit ihrem silbergrauen Haar und der strengen Haltung, und Frau Wolke, die neue Lehrerin, die du erst einmal kurz gesehen hast. Sie ist jünger als Frau Stern, mit warmen braunen Augen und einem freundlichen Lächeln. „Ah, da seid ihr ja“, sagt Frau Stern und mustert euch alle der Reihe nach. „Da Johanna und Rose neu sind, werden wir heute die Zimmer neu aufteilen. Jede von euch bekommt ein eigenes Zimmer mit einer Nummer und einem Schlüssel.“ Sie hebt einen Korb mit kleinen, messingfarbenen Schlüsseln hoch, die im Licht blitzen. „Ich werde euch jetzt eure Zimmer zuweisen. Hört gut zu, damit ihr euch nicht verirrt.“
3Chapter 3▾
Frau Stern stellt den Korb mit den Schlüsseln auf das hölzerne Pult und rückt ihre Brille zurecht. Ihre silbergrauen Haare sind zu einem strengen Knoten gebunden, und sie wirkt, als würde sie jeden einzelnen von euch genauestens mustern. „Also“, beginnt sie und hebt den ersten Schlüssel. „Clara und Joélle, ihr bleibt im Westflügel. Clara...
Frau Stern stellt den Korb mit den Schlüsseln auf das hölzerne Pult und rückt ihre Brille zurecht. Ihre silbergrauen Haare sind zu einem strengen Knoten gebunden, und sie wirkt, als würde sie jeden einzelnen von euch genauestens mustern. „Also“, beginnt sie und hebt den ersten Schlüssel. „Clara und Joélle, ihr bleibt im Westflügel. Clara bekommt Zimmer 12, Joélle bekommt Zimmer 14. Ihr kennt euch dort ja schon aus.“ Clara grinst dir zu. „Immerhin müssen wir uns nicht neu eingewöhnen“, flüstert sie. Frau Stern fährt fort: „Sarah, du bekommst Zimmer 8, ebenfalls im Westflügel. Das ist das Eckzimmer mit dem großen Fenster zum Wald hin.“ Sarah nickt zufrieden. Sie hatte schon immer eine Vorliebe für den Blick ins Grüne. Dann wendet sich die Schulleiterin den Neuen zu. „Rose, du bekommst Zimmer 3 im Ostflügel. Und Johanna, du bekommst Zimmer 5, direkt nebenan.“ Sie reicht ihnen die Schlüssel, die in ihren Händen warm und schwer wirken. Frau Wolke tritt einen Schritt vor und lächelt euch allen zu. „Die Zimmer sind bereits hergerichtet. Ihr habt den Rest des Morgens Zeit, eure Sachen auszupacken und einzurichten. Das Mittagessen wird um zwölf Uhr serviert, und danach beginnen die ersten Stunden des neuen Semesters.“ „Nur ein paar organisatorische Dinge“, ergänzt Frau Stern und hebt die Hand. „Kein Verlassen des Schulgeländes ohne Erlaubnis. Die Bibliothek ist abends bis neun geöffnet, und die Lichter sind um zehn ausgegangen. Das sind die Regeln, und ich erwarte, dass ihr sie befolgt.“ Rose und Johanna tauschen einen kurzen Blick. Es ist immer ein bisschen einschüchternd, neu an einer Schule zu sein, besonders wenn die Regeln so klar und festgelegt wirken. Clara stupst dich leicht an. „Komm, wir helfen ihnen beim Einrichten. Ich will sehen, wie die Zimmer im Ostflügel aussehen. Angeblich haben die eine bessere Aussicht als wir.“ Sarah tritt näher und stellt sich neben dich. „Und danach zeig ich euch den geheimen Pfad. Versprochen.“ Sie zwinkert. Die Schlüssel in deiner Hand fühlen sich kühl und glatt an. Du siehst zu den beiden Neuen hinüber, die noch zögernd am Tisch stehen, und spürst, dass dieser Tag der Beginn von etwas Neuem ist – nicht nur für sie, sondern für euch alle.




