
Frachtraum 742
Die Kälte des Metalls dringt durch deine dünne Gefängniskleidung, als du auf der schmalen Liege zusammensackst. Deine Handgelenke sind wund gescheuert von den Fesseln, die dich seit Tagen an diesen Ort ketten.
Story context
World description
im Weltall
Initial situation
Sci Fiktion
Objective
der Giga Schatten und der mega Schatten an ihr Ziel bringen. Ende der geschicjte
Character introduction

Erotica
Role: Gefangene im Kampfschiff und Gefangenen Transport . wie wurde zur Sexarbeiterin bestraft. Gefangene im Kampfschiff und GefangenenCaptain von der Lex das große Kampf Schiff. Gefangene und auf Flucht. sie wird verurteilt. ihre Bestrafung sie wird zu...
Chapter samples
1Chapter 1▾
Die Kälte des Metalls dringt durch deine dünne Gefängniskleidung, als du auf der schmalen Liege zusammensackst. Deine Handgelenke sind wund gescheuert von den Fesseln, die dich seit Tagen an diesen Ort ketten. Der Transport war die Hölle – drei Tage im Frachtraum eines Kampfschiffes, ohne Fenster, ohne Tageslicht, nur das gleichmäßige Sum...
Die Kälte des Metalls dringt durch deine dünne Gefängniskleidung, als du auf der schmalen Liege zusammensackst. Deine Handgelenke sind wund gescheuert von den Fesseln, die dich seit Tagen an diesen Ort ketten. Der Transport war die Hölle – drei Tage im Frachtraum eines Kampfschiffes, ohne Fenster, ohne Tageslicht, nur das gleichmäßige Summen der Triebwerke und das gelegentliche Klirren von Waffen, wenn die Wachen ihre Runden drehten. Du schließt die Augen und siehst Kassel vor dir. Den Geruch von Regen auf heißem Asphalt. Patricks Lachen, als er dir seinen ersten Rap vorspielte. Marcs Hände, die sich in deine Hüften gruben, während der Hardtekk durch die Wände dröhnte. Philipps kleine Finger, die sich um deinen Daumen schlossen. Dann reißt ein Rucken dich in die Gegenwart zurück. Das Schiff legt an. Du hörst das Zischen der Druckausgleichsklappen, schwere Stiefel auf Metallböden. Stimmen. Eine davon, tief und monoton, zählt Nummern auf. „Gefangene 0815-YY-47. Yvonne Brusius, alias Erotica. Verurteilt wegen Widerstand gegen die Raumordnung, Drogenbesitz und unerlaubter Fortpflanzung. Strafe: 30 Jahre Dienstleistung in der Lust-Oase 0815. Fügigkeitsprotokoll eingeleitet." Dein Magen zieht sich zusammen. Dreißig Jahre. Dreißig Jahre, in denen dein Körper nicht mehr dir gehört. In denen du nur noch ein Objekt bist, ein Werkzeug für die Bedürfnisse fremder Männer. Du beißt die Zähne zusammen. Du hast schon Schlimmeres überlebt. Marc hat dich härter rangenommen als jede Bestrafung, die sie dir androhen können. Und du hast immer gelächelt. Die Tür öffnet sich. Ein grelles Licht flutet den Raum, und du blinzelst. Zwei Wachen treten ein, ihre Gesichter hinter Helmen verborgen. Einer von ihnen, der Größere, mustert dich von oben bis unten. Du siehst, wie sich sein Blick verändert, wie er dich nicht mehr als Gefangene sieht, sondern als Ware. „Steh auf", sagt er. Du gehorchst langsam, jede Bewegung betont, fast tänzerisch. Deine hellblonden Haare fallen dir ins Gesicht, und du wirfst sie mit einer Kopfbewegung zurück. Du bist klein, nur 153 Zentimeter, aber in diesem Moment füllst du den ganzen Raum. Der andere Wache stößt dich vorwärts. Du stolperst, fängst dich aber wieder. Deine Fesseln scheuern, aber du ignorierst den Schmerz. Du denkst an Patrick. An seine Worte, kurz bevor sie dich abholten: „Lass dich nicht brechen, Schwester. Du bist stärker als sie alle." Der Gang ist endlos. Kalte Luft, das Summen der Maschinen, und irgendwo vor dir das dumpfe Schlagen von Musik. Ein Bass, der dir durch die Knochen fährt. Hardtekk. Du erkennst den Rhythmus sofort. Dein Herz schlägt schneller.
2Chapter 2▾
Der Bass wird lauter, je weiter ihr durch den Gang geht. Du erkennst den Track jetzt – es ist „Komm schon“ von Gebrüder Brett, ein alter Klassiker aus deiner Zeit in Kassel. Die Melodie schickt einen Schauer über deinen Rücken, und für einen Moment bist du nicht hier, nicht auf diesem Kriegsschiff, nicht auf dem Weg in die Sklaverei. Du b...
Der Bass wird lauter, je weiter ihr durch den Gang geht. Du erkennst den Track jetzt – es ist „Komm schon“ von Gebrüder Brett, ein alter Klassiker aus deiner Zeit in Kassel. Die Melodie schickt einen Schauer über deinen Rücken, und für einen Moment bist du nicht hier, nicht auf diesem Kriegsschiff, nicht auf dem Weg in die Sklaverei. Du bist in einer dieser endlosen Nächte, eingequetscht zwischen schwitzenden Körpern, Marcs Hände auf deinen Hüften, der Tekk so laut, dass du dein eigenes Herz nicht mehr hören konntest. Die Wache hinter dir stößt dich in die Schulter. „Weiter." Du setzt dich in Bewegung, aber dein Schritt hat sich verändert. Du lässt deine Hüften mitschwingen, fast unmerklich, ein Echo des Rhythmus, der durch die Wände pulsiert. Die Wachen bemerken es nicht bewusst, aber ihre Blicke werden schwerer, folgen dir eine Spur länger, als nötig wäre. Der Gang mündet in eine größere Halle. Hier ist die Decke höher, die Luft kühler, und der Bass hallt von den Metallwänden wider. In der Mitte steht ein Käfig aus transparentem Material, darin drei andere Frauen in derselben dünnen Kleidung wie du. Sie sehen aus wie Leihgaben, die bereits zu oft benutzt wurden – leere Augen, eingefallene Schultern, die Haut blass unter dem grellen Licht. Eine von ihnen hebt den Kopf, als du näher kommst. Sie mustert dich, und in ihrem Blick liegt etwas, das du nicht sofort einordnen kannst. Neid? Mitleid? Oder die stumpfe Gleichgültigkeit einer, die längst aufgegeben hat. Die Wache schiebt dich auf den Käfig zu. Die Tür öffnet sich mit einem leisen Zischen, und du wirst hineingestoßen. Der Boden ist kalt unter deinen nackten Füßen. Die anderen Frauen weichen zurück, als ob du eine Krankheit trügst. Du richtest dich auf, so gut es die Fesseln erlauben, und siehst ihnen in die Augen. Du sagst nichts. Du musst nichts sagen. Deine bloße Anwesenheit verändert die Luft in diesem Käfig, als ob du ein Fenster aufgestoßen hättest in einem verrauchten Raum. Der Bass draußen wechselt den Takt. Ein neuer Song setzt ein, härter, schneller. Haimkind. Dein Bruder hat ihn dir damals gezeigt, in seinem improvisierten Studio in der Nordstadt. Und zum ersten Mal seit Tagen spürst du etwas, das sich wie ein Lächeln anfühlt.
3Chapter 3▾
Der Bass pulsiert durch deinen Körper, und du lässt es zu. Du schließt die Augen für einen Sekundenbruchteil und atmest den Rhythmus ein. Als du sie wieder öffnest, hat sich etwas in dir verändert. Die Frau, die dich vorhin angesehen hat, mustert dich jetzt mit einer neuen Wachsamkeit. „Was grinst du so?", fragt sie. Ihre Stimme ist rau,...
Der Bass pulsiert durch deinen Körper, und du lässt es zu. Du schließt die Augen für einen Sekundenbruchteil und atmest den Rhythmus ein. Als du sie wieder öffnest, hat sich etwas in dir verändert. Die Frau, die dich vorhin angesehen hat, mustert dich jetzt mit einer neuen Wachsamkeit. „Was grinst du so?", fragt sie. Ihre Stimme ist rau, als hätte sie lange nicht gesprochen. Du zuckst mit den Schultern, so gut es die Fesseln erlauben. „Der Song. Kennst du den?" Sie schüttelt den Kopf, aber die andere Frau – eine kleinere, mit dunklen Haaren, die ihr strähnig ins Gesicht fallen – hebt den Blick. „Haimkind", sagt sie leise. „Mein Bruder hat die mal gehört." Du nickst. „Meiner auch." Einen Moment lang ist nur der Bass. Die dunkelhaarige Frau mustert dich, und etwas in ihrer Haltung lockert sich. Sie ist jünger als du, vielleicht Mitte zwanzig, aber ihre Augen sind alt. „Wie lange seid ihr schon hier?", fragst du. „Drei Tage", sagt die erste Frau. „Vielleicht vier. Die Zeit verschwimmt." Die dritte Frau hat sich in die Ecke des Käfigs zurückgezogen. Sie hat die Knie angezogen, den Kopf gesenkt, die Arme um ihre Beine geschlungen. Sie zittert, obwohl es nicht kalt ist. Du siehst, wie sich ihre Lippen bewegen, aber sie spricht nicht laut. Vielleicht betet sie. Vielleicht ist sie einfach nur irgendwo anders, in ihrem Kopf, in einer Erinnerung, die sie festhält wie einen Rettungsanker. Du setzt dich neben sie. Nicht zu nah, aber nah genug, dass sie deine Anwesenheit spürt. Du sagst nichts. Du wartest. Der Bass draußen wechselt erneut. Der Track wird langsamer, schwerer, fast hypnotisch. Die Lichter in der Halle dimmen sich, als ob das Schiff selbst sich auf etwas vorbereitet. Schritte hallen auf dem Metallgang. Die Wachen kommen zurück. Diesmal sind es mehr. Sechs, vielleicht sieben Männer in schwarzer Uniform, die Gewehre locker in den Händen halten. Einer von ihnen – ein Großer mit kahl rasiertem Schädel und einem Narben über dem linken Auge – bleibt vor dem Käfig stehen. „Die Neue", sagt er. Es ist keine Frage. Er mustert dich von oben bis unten, langsam, abschätzend. Sein Blick bleibt an deinen wunden Handgelenken hängen, an der dünnen Kleidung, an deiner aufrechten Haltung. Ein schmales Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus. „Der Kapitän will dich sehen."




