
Killer am Redwood Campus
Der Nebel hängt dick über den Redwood State Campus, als du mit deinem alten Pick-up vor dem Verbindungshaus anhältst. Halloween-Woche 2026 – Kürbisse grinsen von den Stufen, LED-Lichter flackern wie sterbende Sterne, und aus den offenen Fenstern dröhnt Bass, gemischt mit Gekreische.
Story context
World description
*Die Welt von _Campus Call*_ Redwood State College liegt zwischen Nebelwäldern und Küstenklippen in Nordkalifornien. 15.000 Studierende, 80% im Greek Life. Hier zählt nur, wer auf der Gästeliste der „Scary Sexy“-Party steht. *Campus-Regeln:* 1. *Status = Reichweite.* TikToks aus Verbindungshäusern bestimmen, wer lebt – sozial gesehen. Security-Guy Noah sieht alles auf 200 Cams, sagt aber nichts. 2. *Horror ist Lehrplan....
Initial situation
Redwood State College, Halloween-Woche 2026. Die „Scary Sexy“-Party der Verbindungshäuser steht an: Slasher-Kostüme + Dessous Pflicht. Filmstudentin Maya Reyes will Regisseurin werden und hasst Klischees. Ihr On-Off-Freund Tyler, der Quarterback, hält Scream für eine Dating-App. Mitbewohnerin Lena hackt das Campus-WLAN. Neu dabei: Jules „J“ Martinez, Theaterstudent + Drag-Performer, der jeden Horror-Tod kommentiert als wär’s...
Objective
*Ziele der Geschichte _Campus Call*_ 1. *Das Slasher-Regelwerk brechen:* Maya will beweisen, dass Final Girls nicht keusch sein müssen. J will zeigen, dass der „Gay Best Friend“ nicht nur sterben darf. Beide kämpfen darum, Hauptfigur im eigenen Film zu werden, statt Klischee-Opfer. 2. *Den Campus entlarven:* Lena will mit WLAN-Logs beweisen, dass Redwood State Leichen unter den Teppich kehrt, um den Ruf zu schützen. Noah wil...
Character introduction

J Martinez
Chapter samples
1Chapter 1▾
Der Nebel hängt dick über den Redwood State Campus, als du mit deinem alten Pick-up vor dem Verbindungshaus anhältst. Halloween-Woche 2026 – Kürbisse grinsen von den Stufen, LED-Lichter flackern wie sterbende Sterne, und aus den offenen Fenstern dröhnt Bass, gemischt mit Gekreische. Du steigst aus, wischst dir Benzin von den Händen ans ro...
Der Nebel hängt dick über den Redwood State Campus, als du mit deinem alten Pick-up vor dem Verbindungshaus anhältst. Halloween-Woche 2026 – Kürbisse grinsen von den Stufen, LED-Lichter flackern wie sterbende Sterne, und aus den offenen Fenstern dröhnt Bass, gemischt mit Gekreische. Du steigst aus, wischst dir Benzin von den Händen ans rote Bandana in deinem Gürtel und atmest die kalte, feuchte Luft ein, die nach Salz und verfaulten Blättern riecht. Dein Tanktop klebt schweißnass an der athletischen Brust, das Flanellhemd hängt offen über den Cargo-Shorts. Der Tag in der Werkstatt war lang, Motoren reparieren bis die Sonne unterging, aber jetzt lockt die „Scary Sexy“-Party. Kostüme mit Dessous-Pflicht – du hast dein Drag-Outfit im Kofferraum, silberne Glitzer und ein schiefes Grinsen als Waffe. Maya lehnt am Geländer, ihre analoge Kamera baumelt um den Hals, der Nasenring fängt das Licht ein. Sie mustert dich mit diesem Ich-durchschaue-dich-Blick, während Tyler neben ihr lacht, sein Quarterback-Torso in einem zerwühlten Redwood-Trikot. „J, Mann, du siehst aus, als hättest du ’nen Geist repariert“, grinst er, schlägt dir auf die Schulter. Sein Aftershave beißt sich mit deinem Limetten-Duschgel-Duft. Maya rollt die Augen. „Klischee-Quarterback-Alarm. Hast du die Snaps gesehen? Ashley ist... weg.“ Ihre Stimme wird leiser, als sie dir ihr Handy hinhält. Ein Foto: das Gewächshaus, zertrümmerte Scheiben, und in der Mitte – Ashley, aufgeschlitzt, „Zu viel Klischee“ in Blut auf ihrer Brust gekritzelt. Dein Magen zieht sich zusammen, Wut flammt auf. „¿Qué carajo? Wer macht so ’nen Scheiß?“ Du redest mit den Händen, graue Augen mit blauen Sprenkeln scannen die Schatten. Tyler zuckt die Schultern, zu naiv für Panik. „Fake, oder? Für die Party-Hype.“ Maya schüttelt den Kopf, filmt schon die Umgebung. „Das ist Meta-Horror. Der Killer ruft vorher an: ‚Lieblingsfilm?‘ Falsche Antwort, und...“ Aus dem Nebel knackt es leise – Schritte? Dein Nackenhaare stellen sich auf, als dein Handy vibriert. Unbekannte Nummer.
2Chapter 2▾
Du hebst das Handy ans Ohr, ignorierst den Instinkt, der dir sonst Unbekannte links liegen lässt, und sprichst leise hinein: „Ja, Hallo?“ Die Gruppe erstarrt. Maya senkt ihr eigenes Telefon, ihre dunklen Augen weiten sich, während Tyler einen Schritt näher rückt, die breiten Schultern angespannt. Der Nebel schluckt das Lachen aus dem Verb...
Du hebst das Handy ans Ohr, ignorierst den Instinkt, der dir sonst Unbekannte links liegen lässt, und sprichst leise hinein: „Ja, Hallo?“ Die Gruppe erstarrt. Maya senkt ihr eigenes Telefon, ihre dunklen Augen weiten sich, während Tyler einen Schritt näher rückt, die breiten Schultern angespannt. Der Nebel schluckt das Lachen aus dem Verbindungshaus, und für einen Moment hört man nur dein Atmen und das ferne Rauschen der Klippen. Am anderen Ende knackt es, dann eine Stimme – tief, verzerrt wie durch ein altes Tonband, hallend und kalt. „J Martinez. Schön, dass du rangingst. Sag mir... was ist dein Lieblingshorrorfilm?“ Die Worte sickern ein wie Gift, präzise, als hätte der Anrufer dich erwartet. Dein Puls hämmert in den Schläfen, der Benzingeruch an deinen Händen mischt sich mit der feuchten Kälte. Maya greift nach deinem Arm, ihre Finger mit den Skate-Narben drücken fest zu, und flüstert: „Leg auf, J. Das ist er.“ Tyler ballt die Fäuste, sein Trikot spannt über der Brust, während er in die Schatten starrt. „Scheiße, Mann, das ist kein Fake.“ Du spürst die Blicke der anderen wie Gewicht auf deiner Haut, der rote Bandana in deinem Gürtel fühlt sich plötzlich schwer an. Die Stimme wartet, atmet gleichmäßig, und im Hintergrund raschelt etwas – Blätter? Schritte? Der Nacken kribbelt, als ob unsichtbare Augen aus dem Nebel zielen. Maya hebt ihre Kamera, filmt dein Gesicht, ihr Nasenring glänzt im LED-Schein der Kürbisse. Tyler murmelt: „Sag nichts, J. Das ist der Scheiß aus ihrem Snap.“ Die verzerrte Stimme lacht leise, ein Schaben wie ein Messer auf Glas. „Falsche Antwort bedeutet Ende der Party für dich. Also... welcher Film?“ Der Wind frischt auf, trägt ein fernes Knacken aus dem Dunkel mit sich.
3Chapter 3▾
Du sagst es einfach so, trocken und herausfordernd ins Handy: „Stab.“ Die Worte hängen einen Sekundenbruchteil in der feuchten Luft, bevor Mayas Griff an deinem Arm sich versteift. Ihre Finger graben sich tiefer in deine Haut, die Skate-Narben rau gegen deinen Bizeps, und sie zischt: „J, bist du verrückt geworden?“ Ihre Kamera zittert lei...
Du sagst es einfach so, trocken und herausfordernd ins Handy: „Stab.“ Die Worte hängen einen Sekundenbruchteil in der feuchten Luft, bevor Mayas Griff an deinem Arm sich versteift. Ihre Finger graben sich tiefer in deine Haut, die Skate-Narben rau gegen deinen Bizeps, und sie zischt: „J, bist du verrückt geworden?“ Ihre Kamera zittert leicht in der anderen Hand, das Objektiv immer noch auf dein Gesicht gerichtet, als wollte sie diesen Moment für immer einfangen – oder als Beweis. Tyler schnappt nach Luft, seine geballten Fäuste lockern sich für einen Moment der Ungläubigkeit, bevor er murmelt: „Mann, das war... das war nicht schlau.“ Sein Redwood-Trikot hebt und senkt sich mit schnellen Atemzügen, die blauen Augen huschen in den Nebel, als erwarte er, dass der Killer gleich aus den Schatten springt. Der Wind heult leise auf, trägt das ferne Pochen von Bass aus dem Verbindungshaus herüber, doch hier draußen fühlt sich die Welt angehalten an, nur dein Puls dröhnt in den Ohren. Am anderen Ende der Leitung entsteht eine Pause, dann ein raues, verzerrtes Lachen, das wie splitterndes Glas klingt. „Stab? Wie... originell. Du brichst die Regeln, J Martinez. Aber Regeln sind da, um gebrochen zu werden.“ Die Stimme wird schärfer, näher fast, als ob sie direkt aus dem Nebel käme. Ein Rascheln ertönt im Hintergrund – nah diesmal, zu nah, wie Schritte auf nassem Laub. Maya zieht dich einen Schritt zurück, ihre Doc Martens knirschen auf dem Kies, während Tyler sich vor euch schiebt, die Schultern breit wie eine Barriere. Dein Nacken kribbelt stärker, der Benzingeruch an deinen Händen mischt sich mit dem modrigen Duft des Nebels. Die Stimme flüstert nun: „Komm zur Party. Ich warte auf deine nächste Dummheit.“ Klick. Die Leitung stirbt. Im selben Moment teilt sich der Nebel ein paar Meter entfernt, und eine Silhouette huscht vorbei – weißes Gewand, nur ein Flackern im LED-Licht der Kürbisse. Tyler flucht leise, Maya hebt die Kamera höher. Der Wind frischt auf, und etwas Metallisches schabt in der Dunkelheit.




