
Pacific Hights
Die Sonne brennt auf dem Asphalt von L.A., als der schwarze SUV vor der Villa in Pacific Heights hält. Meine Finger klammern sich ans Leder der Sitzbank, Schweiß perlt auf meiner Stirn – nicht nur von der Hitze.
Story context
World description
Pacific Heights ist L.A. in Hochglanz. Palmen, Villen mit Infinity-Pools, teure Autos vor der West Pacific High. Hier zählt, wer du bist und was deine Eltern haben. Die Schule ist ein Laufsteg: Designer-Klamotten, Charity-Galas, Partys in den Hills. Hinter der Fassade bröckelt alles. Reiche Kids kämpfen mit Druck, Sucht, kaputten Familien. Drogen auf Hauspartys, Essstörungen im Klo der Mädchentoilette, heimliche Deals der El...
Initial situation
Du wirst von der reichen Familie Klark in L.A. adoptiert. in der High School triffst du auf andere wie z.b. Tyler Carter, 17, ehrgeizig, Schreiber für die Schülerzeitung. Der „Neue“ mit Moral-Kompass. Will es in L.A. richtig machen, eckt aber mit seinem Gerechtigkeitssinn an. Aussehen: Dunkelblonde Haare, Sportler-Statur, Jeans+Hemd-Typ. Emma Carter Tylers Zwilling. 17, impulsiv, will dazugehören. Lässt sich von L.A. blende...
Character introduction

Jonas Kline
Role: Schüler
Chapter samples
1Chapter 1▾
Die Sonne brennt auf dem Asphalt von L.A., als der schwarze SUV vor der Villa in Pacific Heights hält. Meine Finger klammern sich ans Leder der Sitzbank, Schweiß perlt auf meiner Stirn – nicht nur von der Hitze. Kansas liegt hinter mir, die Farmfelder, der Wind in den Maispflanzen, der Tornado, der alles nahm. Jetzt das hier: Palmen wie a...
Die Sonne brennt auf dem Asphalt von L.A., als der schwarze SUV vor der Villa in Pacific Heights hält. Meine Finger klammern sich ans Leder der Sitzbank, Schweiß perlt auf meiner Stirn – nicht nur von der Hitze. Kansas liegt hinter mir, die Farmfelder, der Wind in den Maispflanzen, der Tornado, der alles nahm. Jetzt das hier: Palmen wie aus einem Film, ein Infinity-Pool, der in den Pazifik übergeht, und diese Mauer aus Glas und Stein, die mich anstarrt. Jeff Klark, der Mann mit dem silbernen Haar und dem festen Händedruck, öffnet die Tür. „Willkommen zu Hause, Jonas.“ Seine Stimme ist warm, aber geschäftsmäßig, wie bei einem Deal. Erika neben ihm lächelt, ihre Perlenkette glänzt, doch ihre Augen huschen unruhig. „Wir freuen uns so.“ Hinter ihnen taucht Simon auf, ihr Sohn, 21, größer als ich, mit diesen schulterlangen schwarzen Haaren, die im Wind flattern. Seine Augen – braun mit grauen und grünen Sprenkeln – fixieren mich einen Moment zu lang. Ein Tattoo blitzt am Handgelenk auf, als er die Hand ausstreckt. „Hey, Neuer. Simon.“ Seine Stimme klingt arrogant, aber da ist ein Zögern, ein Riss in der Fassade. Meine Kehle wird eng, Hitze steigt in meinen Wangen hoch. Er ist... atemberaubend. Fein geschnittenes Gesicht, Sommersprossen über der Nase, muskulös unter dem engen Shirt. Ich murmele „Hi“, starre auf meine Sneakers, die mit Farmstaub verschmiert sind. Drinnen riecht es nach Ozean und teurem Parfüm. April, die 18-jährige Schwester, umarmt mich flüchtig, Mark nickt nur. Sie führen mich durch Flure mit Kunst an den Wänden, bis zum Fitnessraum im Keller. „Adam wartet schon“, sagt Jeff. „Er trainiert dich. Disziplin hilft bei... allem.“ Mein ADS, meint er. Die Tür gleitet auf, und da steht er: Adam, 29, Afroamerikaner, 185 cm pure Muskeln, lockige Haare kurz geschoren. Sein Lächeln ist locker, dominant. „Jonas, right? Lass uns checken, was du draufhast.“ Er mustert mich, nicht unfreundlich, aber fordernd. Meine Pulse rast, als seine Hand meine Schulter berührt – fest, warm. Simon lehnt im Türrahmen, beobachtet uns, Arme verschränkt. Ich ziehe mein Shirt aus, spüre ihre Blicke wie Strom auf meiner Haut. Die Farm hat mich stark gemacht, aber hier fühle ich mich nackt, verletzlich. Adam drückt mich in Squats, seine Stimme peitscht: „Tiefer, Mann.“ Schweiß rinnt, mein Atem stockt. Simon lacht leise, aber seine Augen bleiben hängen. Nach der Session, duschend, pocht mein Herz nicht nur vom Sport. Oben im Zimmer, das mir gehört – Kingsize-Bett, Meerblick –, liege ich wach. Morgen die West Pacific High. Neue Gesichter, neue Lügen. Draußen heult ein Motorrad auf, fern, aber nah genug, um zu mahnen.
2Chapter 2▾
Ich starre an die Decke, wo das Mondlicht Wellenmuster vom Meer malt. Das Motorrad draußen verstummt, lässt Stille zurück, die schwerer atmet als ich. Mein Körper summt noch vom Training – Muskeln brennen, Haut klebt trotz der Dusche. Adam's Berührung hallt nach, diese feste Hand auf meiner Schulter, und Simons Blick aus dem Türrahmen, de...
Ich starre an die Decke, wo das Mondlicht Wellenmuster vom Meer malt. Das Motorrad draußen verstummt, lässt Stille zurück, die schwerer atmet als ich. Mein Körper summt noch vom Training – Muskeln brennen, Haut klebt trotz der Dusche. Adam's Berührung hallt nach, diese feste Hand auf meiner Schulter, und Simons Blick aus dem Türrahmen, der mich durchbohrt hat. Ich drehe mich um, presse das Gesicht ins Kissen, atme den Duft von frischer Wäsche ein, der nicht meins ist. Ein Klopfen reißt mich hoch. „Jonas? Abendessen.“ Aprils Stimme, weich, zögernd. Sie steckt den Kopf rein, ihr Haar fällt in Locken über die Schulter, Augen neugierig. „Komm runter, Mom dreht durch, wenn wir nicht alle da sind.“ Ich nicke, schwinge die Beine aus dem Bett, spüre den kühlen Boden unter meinen Füßen. Farmstaub an den Sneakers – hier wirkt er fehl am Platz. Unten im Esszimmer glänzt ein Tisch aus Glas, Kerzen flackern, der Ozean rauscht durch offene Türen. Jeff sitzt am Kopfende, silbernes Haar ordentlich gekämmt, scrollt auf seinem Tablet, nippt an einem Whiskey. „Setz dich, Junge. Wie war das Training?“ Seine Stimme ist direkt, väterlich, aber mit dem Unterton eines Mannes, der Verträge abschließt. Erika huscht umher, Perlenkette klappert, schiebt Teller mit gegrilltem Fisch und Salat hin. „Iss, Jonas. Du bist zu dünn für L.A.“ Ihre Augen flitzen – zu mir, zu Jeff, zur Uhr –, als jage sie etwas Unsichtbares. Mark, der Ältere, lehnt lässig zurück, 26, breite Schultern in einem Poloshirt, mustert mich mit einem Nicken. „Aus Kansas, hm? Farmleben. Respekt.“ Er kaut bedächtig, Augen distanziert, als rechne er schon aus, wie ich in ihr Leben passe. April neben mir plappert: „Simon hat gesagt, du bist stark. Zeig mal deine Bizeps!“ Sie lacht hell, stupst meinen Arm, ihre Wärme flüchtig, aber echt – ein Funke Normalität in diesem Glanz. Simon thront gegenüber, schwarze Haare locker zurückgeworfen, Sommersprossen tanzen im Kerzenlicht. Sein Shirt spannt über der Brust, das Tattoo am Handgelenk schimmert. „Lass ihn essen, April.“ Seine Stimme tief, arrogant getönt, doch seine Augen halten meine fest, ein Funke Neugier darunter. Die Luft dickt sich ein, mein Puls stockt, als er die Gabel ablegt, Vorbeugt. „Erzähl von dir, Bruder. Was hat Kansas, das L.A. nicht hat?“ Jeff lacht kurz, Erika schenkt nach, Mark grinst schief. Die Familie umschließt mich wie ein Netz – warm, straff, voller unsichtbarer Fäden. Simons Fuß streift zufällig meinen unter dem Tisch, oder nicht? Mein Atem wird flach, Hitze kriecht hoch.
3Chapter 3▾
Ich lächle schief, spüre, wie meine Wangen warm werden, und sage: „Nun ja, ich kann noch nicht viel miteinander vergleichen, aber hier leben auf jeden Fall mehr Menschen, ob das gut oder schlecht ist, wird sich zeigen. Und meine Eltern, sie haben hart auf der Farm gearbeitet, ich vermisse sie manchmal.“ Die Worte hängen in der Luft, schw...
Ich lächle schief, spüre, wie meine Wangen warm werden, und sage: „Nun ja, ich kann noch nicht viel miteinander vergleichen, aber hier leben auf jeden Fall mehr Menschen, ob das gut oder schlecht ist, wird sich zeigen. Und meine Eltern, sie haben hart auf der Farm gearbeitet, ich vermisse sie manchmal.“ Die Worte hängen in der Luft, schwerer als der Duft von gegrilltem Fisch. Mein Herz pocht lauter, der Fuß von Simon drückt nun fester gegen meinen – kein Zufall mehr, sondern ein langsames Gleiten, das meine Wade hinaufklettert. Hitze breitet sich aus, mischt sich mit dem Brennen in meinen Muskeln, und ich atme flach, um nicht zu zittern. Sein Blick hält meinen, diese braunen Augen mit Grau- und Grüntönen bohren sich tiefer, als wollte er die Lücken in meiner Stimme füllen. Jeff legt sein Tablet beiseite, nippt am Whiskeyglas, das ein Dienstmädchen gerade nachgefüllt hat – eine zierliche Frau in schwarzer Uniform, die lautlos um den Tisch huscht, Teller abstellt und wieder verschwindet. „Hart Arbeit ist gut, Jonas. Baut Charakter. Hier in L.A. lernst du, dass Erfolg dasselbe ist – nur mit mehr Leuten drumherum.“ Seine Stimme ist fest, väterlich, doch distanziert, als würde er einen Deal abschließen. Erika hält inne, Perlenkette klappernd, während sie Salat nachlegt. Ihre Augen flitzen zu mir, dann weg, als ob mein Geständnis sie berührt, aber nicht festhalten kann. „Oh, Süßer, das tut mir leid. Familie ist alles.“ Sie drückt Jeffs Schulter, doch ihre Finger zittern leicht. April stupst mich wieder, ihre Locken streifen meinen Arm. „Kansas klingt episch! Stürme und Kühe? Erzähl mehr!“ Ihr Lachen perlt hell, doch es verblasst, als sie Simons Schweigen spürt. Mark kaut weiter, lehnt sich zurück. „Vermisst? Klar. Aber neu ist neu. Willkommen im Club.“ Sein Nicken ist knapp, rechnerisch. Simon lehnt sich vor, das Shirt spannt über seiner Brust, Sommersprossen glühen im Kerzenlicht. Sein Fuß schiebt sich höher, die Berührung warm durch den Stoff meiner Hose, ein Druck, der meinen Puls explodieren lässt. „Vermissen macht stark, Bruder“, murmelt er leise, nur für mich, Stimme rau wie der Ozean draußen. „Aber L.A. hat andere Wege, das zu lindern.“ Die Kerzen flackern, ein Butler räumt dezent Gläser ab, und Simons Zehen kreisen nun sacht, während die Familie weiterplaudert, ahnungslos. Mein Atem stockt, Schweiß perlt neu auf meiner Haut, die Welt schrumpft auf diesen Punkt unter dem Tisch.




