
Die Lex: Dunkelkammer
Dein Herz schlägt im Takt der dröhnenden Motoren, während du, Captain Yvonne, auf der Kommandobrücke der Lex stehst. Das große Schlachtschiff, dein Schiff, düst durch den trüben Nebel des Delta-Nebels, einer apokalyptischen Ruinenzone, wo verlassene Stationen wie Skelette aus Stahl und Plasma im Vakuum treiben.
Story context
World description
Universe: Endzeit, Apokalypse
Initial situation
The story is "sports fiction" themed. The name of the start setting starts with a "D".
Chapter samples
1Chapter 1▾
Dein Herz schlägt im Takt der dröhnenden Motoren, während du, Captain Yvonne, auf der Kommandobrücke der Lex stehst. Das große Schlachtschiff, dein Schiff, düst durch den trüben Nebel des Delta-Nebels, einer apokalyptischen Ruinenzone, wo verlassene Stationen wie Skelette aus Stahl und Plasma im Vakuum treiben. Es ist das Jahr nach dem gr...
Dein Herz schlägt im Takt der dröhnenden Motoren, während du, Captain Yvonne, auf der Kommandobrücke der Lex stehst. Das große Schlachtschiff, dein Schiff, düst durch den trüben Nebel des Delta-Nebels, einer apokalyptischen Ruinenzone, wo verlassene Stationen wie Skelette aus Stahl und Plasma im Vakuum treiben. Es ist das Jahr nach dem großen Kollaps, und in dieser Endzeit hat sich der Sport zu einem blutigen Überlebenskampf gewandelt: das Delta-Derby, ein interstellares Rennen durch Asteroidenfelder und Wrackteile, wo Captains wie du um Ressourcen, Treibstoff und Dominanz kämpfen. Deine schulterlangen, hellblonden Haare kleben schweißnass an deiner schlanken Statur, 153 Zentimeter pure Entschlossenheit. Du bist 30, geboren in Kassel am 27. Juni 1980, hast eine gute Kindheit mit Bruder Patrick hinter dir – er der berühmte Künstler, du die Droherin, die aus Gefangenschaft auf dem alten Mario-Schiff aufstieg und die Lex eroberte. Deine Hände umklammern die Konsole, Fingerkuppen spüren das Vibrieren des Rumpfs. „Captain, die Scans zeigen feindliche Jäger im Anflug!“, ruft Psycho von der Navigationsstation. Er lehnt lässig im Sessel, sein narzisstisches Grinsen wie immer makellos, trotz der Narben aus DDR-Zeit und Kasseler Nächten voller Drogen, Sex und Hard-Tekk-Beats. Sommer 1980 geboren, Wende-Kind, das nach Kassel zog und Tussi kennenlernte – jetzt dein zuverlässigster, wenn auch unberechenbarer Pilot. Seine Augen funkeln, als er die Holo-Karte dreht. „Drei Schiffe, Marke Raptor-Klasse. Sie wollen uns vor dem Start blocken.“ Die Brücke erzittert, als ein Alarmsignal aufheult. Du siehst es durch das Panoramafenster: Der Startpunkt des Delta-Derbys naht, eine gewaltige, ringförmige Arena aus Treibgut und Minenfeldern, beleuchtet von flackernden Notleuchten. Hunderte Schiffe rotieren in Formation, Crews brüllen über Funk, Wetten werden abgeschlossen. Der Preis: ein Monat Vorräte aus der letzten Kolonie. Deine Muskeln spannen sich an, Adrenalin pumpt durch deine Adern – du fühlst den verlockenden Rausch der Gefahr, den du seit deiner Gefangenschaft suchst. „Aktiviert die Schilde, Psycho. Wir drehen durch!“, befiehlst du scharf, und er lacht nur, Finger fliegen über die Kontrollen. Die Lex bäumt sich auf, Triebwerke heulen, während die Raptor-Jäger näherkommen, Laserfeuer streift euren Bug. Du duckst dich instinktiv, der Geruch von Ozon beißt in der Nase, als ein Schuss die Außenhülle streift. Funken explodieren auf den Konsolen. Im selben Moment blinkt die Startsequenz auf dem Hauptschirm: „Delta-Derby beginnt in 60 Sekunden. Positionieren!“ Die Arena füllt sich mit dem Chaos aus 50 Schiffen, die auf den Nullpunkt zusteuern. Psychos Hände zittern leicht vor Erregung – oder ist es der Kick? Du atmest tief ein, greifst das Steuer, spürst das Metall unter deinen Handflächen glühen. Plötzlich durchschlägt ein Raptor-Jäger eure Flanke, und ein Entertrupp materialisiert sich im Hangar-Alarm. Schwere Stiefel poltern über die Gänge, Waffen klicken. Psycho springt auf, Plasma-Pistole gezückt. „Die wollen das Schiff!“
2Chapter 2▾
Deine Finger fliegen über das Armaturenbrett, während du die internen Sicherheitsschleusen aktivierst. Die roten Lichter der Hangar-Sektion flackern auf dem Kontrollpanel auf – eine Barriere aus verstärktem Stahl und Energiefeldern trennt den Entertrupp vorerst von den Hauptkorridoren. „Die sind im Frachtsektor eingeschlossen“, sagst du,...
Deine Finger fliegen über das Armaturenbrett, während du die internen Sicherheitsschleusen aktivierst. Die roten Lichter der Hangar-Sektion flackern auf dem Kontrollpanel auf – eine Barriere aus verstärktem Stahl und Energiefeldern trennt den Entertrupp vorerst von den Hauptkorridoren. „Die sind im Frachtsektor eingeschlossen“, sagst du, die Stimme schneidend scharf. „Aber die Schilde halten nicht ewig, wenn wir weiter beschossen werden.“ Psycho wirft dir einen Blick zu, die Plasma-Pistole noch in der Hand, das Grinsen jetzt schmaler, konzentrierter. „Dann lass uns denen zeigen, was die Lex wirklich kann, Captain.“ Er lässt sich zurück in den Sessel fallen, die Finger tanzen über die Navigationskonsole. „Ich hab da eine Idee. Erinnerst du dich an den alten Minenfeld-Korridor bei Sektor Sieben?“ Du nickst, obwohl sich dein Magen zusammenzieht. Der Korridor ist ein Friedhof aus Schiffswracks und schwebenden Sprengkörpern, ein Labyrinth, in dem selbst erfahrene Piloten verenden. Aber er führt direkt hinter die Startlinie, eine Abkürzung, die dich mitten ins Feld der Konkurrenten katapultieren würde. „Fünfzig zu eins, dass wir es nicht schaffen“, murmelst du, aber deine Hände greifen bereits das Steuer. Das Dröhnen der Triebwerke ändert seine Tonlage, als Psycho die Energie von den Schilden auf die Manövrierdüsen umleitet. Die Lichter auf der Brücke flackern, die Gravitation schwankt kurz, und du spürst, wie die Lex sich dreht, der Bug nach unten kippt, direkt auf den Trümmergürtel zu, der sich unter der Arena auftut. „Entertrupp versucht, die Schleuse zu sprengen“, ruft Psycho, ein Auge auf dem internen Monitor. „Wir haben vielleicht drei Minuten, bevor sie durch sind.“ Drei Minuten. Dein Blick schweift über das Panoramafenster, vorbei an den grellen Scheinwerfern der Startlinie, hinunter in die Dunkelheit des Minenfelds. Dort unten treiben die Überreste von Dutzenden Schiffen, die es nicht geschafft haben, ihre Rümpfe wie stumme Mahnmale im Vakuum. Du drückst den Schubhebel nach vorne. Die Lex stürzt sich in die Tiefe, und das Delta-Derby beginnt mit einem ohrenbetäubenden Heulen der Sirenen über dir.
3Chapter 3▾
Die Lex fällt wie ein Stein in die Dunkelheit, und für einen Moment hebt sich dein Magen, als die künstliche Schwerkraft mit der plötzlichen Beschleunigung kämpft. Die Lichter auf der Brücke flackern, die Instrumente tanzen in roten und gelben Warnungen, aber du hältst den Hebel durchgedrückt, die Zähne zusammengebissen. „Erster Kontakt ...
Die Lex fällt wie ein Stein in die Dunkelheit, und für einen Moment hebt sich dein Magen, als die künstliche Schwerkraft mit der plötzlichen Beschleunigung kämpft. Die Lichter auf der Brücke flackern, die Instrumente tanzen in roten und gelben Warnungen, aber du hältst den Hebel durchgedrückt, die Zähne zusammengebissen. „Erster Kontakt in zehn Sekunden“, sagt Psycho, seine Stimme ruhig, fast gelangweilt, als würde er dir das Wetter durchsagen. Er lehnt sich zurück, die Finger ruhen leicht auf der Navigationskonsole, bereit einzugreifen. Du siehst es, bevor die Sensoren es melden: ein Wrack, quer im Korridor liegend, die Rümpfe eines Frachters, der vor Jahren hier zerrissen wurde. Die Minen sind um ihn herum verstreut, schwebende Todeskugeln, die nur darauf warten, eine Wärmequelle zu spüren. „Hart Backbord“, sagst du, und deine Hände bewegen sich, bevor der Satz zu Ende ist. Die Lex gehorcht, ihr Rumpf ächzt, als die Manövrierdüsen das schwere Schiff zur Seite drücken. Du spürst die Trägheit in den Knochen, das Ziehen in den Armen, als du gegen das Steuer arbeitest. Das Wrack zieht an dir vorbei, zum Greifen nah, die zerrissenen Metallplatten reflektieren das schwache Licht der Brücke. Eine Mine schwebt direkt in deiner Flugbahn, träge, blind – aber nicht taub. „Sie hat uns gehört“, murmelt Psycho, und seine Finger tippen zweimal auf die Konsole. Die Lex zittert, als die Schubdüsen auf der Steuerbordseite feuern, der Kurs sich ändert, die Mine an dir vorbeistreift, ihre Sensoren verwirrt von der plötzlichen Bewegung. Dein Atem geht flach, der Schweiß läuft dir den Nacken hinunter, klebt die Uniform an deiner Haut. Auf dem internen Monitor siehst du die roten Markierungen des Entertrupps – sie haben die erste Schleuse gesprengt, arbeiten sich durch den Frachtsektor. „Zwei Minuten, dreißig Sekunden“, sagt Psycho, ohne aufzusehen. „Dann sind sie im Hauptkorridor.“ Du nickst, konzentrierst dich auf das Feld vor dir. Der Korridor wird enger, die Wracks dichter, die Minen zahlreicher. Ein Friedhof aus gescheiterten Träumen, aus Piloten, die dachten, sie könnten die Abkürzung nehmen. Aber du bist nicht sie. Du bist Yvonne, Captain der Lex, und du hast schon Schlimmeres überlebt. Ein weiteres Wrack taucht auf, ein Jäger, der kopfüber im Vakuum treibt, sein Cockpit zertrümmert. Du ziehst die Lex nach oben, lässt sie über das Wrack hinwegschweben, die Triebwerke heulen auf, als du die Energie in die Höhe lenkst. Die Minen reagieren, zwei von ihnen erwachen, ihre roten Lichter blinken auf, als sie deine Wärme ortten. Sie beschleunigen, direkt auf dich zu, und du hast keine Zeit auszuweichen. „Psycho“, zischst du. „Ich seh sie“, sagt er, und seine Finger fliegen über die Konsole. Die Lex dreht sich um die eigene Achse, die Manövrierdüsen feuern in alle Richtungen, und du spürst, wie das Schiff sich aufbäumt, als die Minen an dir vorbeischießen, eine von ihnen so nah, dass du das Summen ihres Antriebs durch den Rumpf spürst. Sie explodieren hinter dir, die Druckwelle trifft die Lex, schüttelt sie durch, aber der Rumpf hält. „Noch eine Minute, fünfzehn Sekunden“, sagt Psycho, und zum ersten Mal liegt ein Zittern in seiner Stimme.




