
Lion Das erwachen des schatten Band 1
Der Regen peitscht gegen die Scheiben meines Zimmers in New Sky. Ein unaufhörliches Trommeln, das meine ohnehin schon angespannte Stimmung noch verstärkt.
Story context
World description
eine Welt wie jetzt aber es gibt Menschen die sich in tiere verwandeln können aber das ist geheim
Initial situation
lion ist ein Junge der plötzlich von einer katze angesprochen wird er ist ein wandler und kann fieleicht auf die wandler Schule gehen
Objective
herauszufinden Wehr die beutetiere der Schule tötet
Character introduction

Lion
Role: ein löwen wandler das weiß er aber nicht
Chapter samples
1Chapter 1▾
Der Regen peitscht gegen die Scheiben meines Zimmers in New Sky. Ein unaufhörliches Trommeln, das meine ohnehin schon angespannte Stimmung noch verstärkt. Ich liege auf dem Bett, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, und starre an die Decke. Fünfzehn Jahre und das Gefühl, dass irgendetwas in meinem Leben nicht stimmt. Irgendetwas fehlt. ...
Der Regen peitscht gegen die Scheiben meines Zimmers in New Sky. Ein unaufhörliches Trommeln, das meine ohnehin schon angespannte Stimmung noch verstärkt. Ich liege auf dem Bett, die Hände hinter dem Kopf verschränkt, und starre an die Decke. Fünfzehn Jahre und das Gefühl, dass irgendetwas in meinem Leben nicht stimmt. Irgendetwas fehlt. Plötzlich ein Kratzen an der Tür. Ich zucke zusammen. "Wer ist da?", rufe ich, meine Stimme leicht zittrig. Ein leises Maunzen ist die Antwort. Ich runzle die Stirn. Eine Katze? Hier? Ich stehe auf und öffne die Tür einen Spalt. Ein kleiner, getigerter Kater schlüpft herein, die grünen Augen fix auf mich gerichtet. "Na, wo kommst du denn her?", frage ich und hocke mich hin, um ihn zu streicheln. Das Fell ist weich und warm unter meiner Hand. Doch als ich ihn berühre, spüre ich einen Stich, ein Kribbeln in meinen Fingern. Eine Art elektrischer Impuls, der mich durchfährt. "Aua!", sage ich und ziehe die Hand weg. Der Kater miaut und springt auf mein Bett. "Was ist los mit dir?", frage ich. "Du bist einer von uns", antwortet der Kater. Ich starre ihn an, den Mund offen. "Was? Habe ich das richtig gehört? Du sprichst?" "Allerdings. Mein Name ist Midnight, und ich bin hier, um dir eine Einladung auszusprechen." Ich lache ungläubig. "Eine Einladung? Wozu?" "Zur Wandlerschule. Du bist ein Wandler, Lion. Ein Löwenwandler, um genau zu sein." Löwenwandler? Ich? Das ist doch ein Witz. Aber irgendetwas in mir, tief drinnen, weiß, dass er die Wahrheit sagt. Die Kraft, die ich eben gespürt habe, die unbändige Energie, die in mir schlummert – das muss es sein. Midnight springt vom Bett und läuft zur Tür. "Die Schule liegt etwas außerhalb von New Sky. Wenn du mehr erfahren willst, folge mir. Aber sei gewarnt, nicht jeder hier mag Wandler. Vor allem Noah und seine Klicke machen uns das Leben schwer." Ich zögere. Eine Schule für Wandler? Das klingt unglaublich. Aber die Vorstellung, dass ich tatsächlich die Antwort auf das finden könnte, was in mir vorgeht, ist zu verlockend, um sie abzulehnen. Ich folge Midnight aus dem Zimmer, hinaus in den regnerischen Abend. Ein neues Abenteuer beginnt. Ein Abenteuer, das mich vielleicht zu dem macht, der ich wirklich bin. Doch wer tötet die Beutetiere der Schule, und welche Rolle spiele ich in diesem gefährlichen Spiel?
2Chapter 2▾
Der Regen wird stärker, als ich Midnight in den dunklen Wald folge. Die Bäume wirken gespenstisch im trüben Licht, ihre Äste wie knochige Finger, die nach mir greifen. Ich spüre einen kalten Schauer über meinen Rücken laufen, aber die Neugier treibt mich an. Was wird mich erwarten? Wer bin ich wirklich? Nach einer gefühlten Ewigkeit, in ...
Der Regen wird stärker, als ich Midnight in den dunklen Wald folge. Die Bäume wirken gespenstisch im trüben Licht, ihre Äste wie knochige Finger, die nach mir greifen. Ich spüre einen kalten Schauer über meinen Rücken laufen, aber die Neugier treibt mich an. Was wird mich erwarten? Wer bin ich wirklich? Nach einer gefühlten Ewigkeit, in der wir durch Dickicht und über moosbewachsene Steine gestapft sind, lichtet sich der Wald. Vor mir erstreckt sich ein weitläufiges Gelände, auf dem sich ein imposantes Gebäude erhebt. Die Wandlerschule. Sie sieht aus wie eine Mischung aus Schloss und modernem Internat. Midnight, der die ganze Zeit vor mir hergelaufen ist, bleibt stehen und dreht sich um. "Willkommen", sagt er, und in diesem Moment verändert sich sein Aussehen. Seine Gestalt verschwimmt, wird größer, menschlicher. Vor mir steht nun ein schlanker, schwarzhaariger Junge mit durchdringenden grünen Augen. "Ich bin Midnight. Oder zumindest ist das mein Name in dieser Form." Gemeinsam betreten wir das Schulgelände. Im Inneren herrscht reges Treiben. Schüler verschiedener Gestalten huschen durch die Gänge, einige in menschlicher Form, andere mit tierischen Merkmalen. Ich fühle mich wie in einer anderen Welt. Plötzlich versperrt uns eine Gruppe von Jugendlichen den Weg. Anführer der Gruppe ist ein breitschultriger Junge mit arrogantem Blick. Noah. "Schau mal, wen wir denn da haben", sagt er höhnisch und fixiert mich mit seinen Augen. "Den kleinen Neuankömmling. Und Midnight ist auch wieder da. Was willst du denn hier, Kätzchen? Hast du dich verirrt?" Midnight knurrt leise. "Lass ihn in Ruhe, Noah. Er ist neu hier." "Neu? Oder nur ein weiterer Schwächling, der glaubt, er könne hier mithalten?", spottet Noah und kommt bedrohlich näher. Seine Klicke grinst hämisch. Ich spüre, wie mein Herz schneller schlägt. Ich bin zwar kräftig gebaut, aber gegen diese Übermacht habe ich keine Chance. Doch bevor die Situation eskaliert, ertönt eine strenge Stimme. "Noah! Was ist hier los?" Eine ältere Frau mit weißem Haar und strengem Blick tritt zwischen uns. Sie strahlt eine Aura der Autorität aus, die Noah sofort einschüchtert. "Direktorin Eichenhain", murmelt er und macht widerwillig Platz. Die Direktorin wendet sich mir zu. "Willkommen an der Wandlerschule, Lion. Ich hoffe, dein erster Eindruck wird nicht von diesen Rüpel getrübt." Sie nickt mir freundlich zu, dann wendet sie sich wieder an Noah. "Ich erwarte dich in meinem Büro. Sofort!" Noah und seine Klicke verschwinden murrend. Direktorin Eichenhain lächelt mich aufmunternd an. "Mach dir keine Sorgen. Noah ist manchmal etwas… ungestüm. Aber er ist nicht böswillig. Komm, ich zeige dir dein Zimmer." Erleichtert folge ich ihr durch die Gänge, während Midnight neben mir hergeht. Die Direktorin erzählt mir von der Schule, von den verschiedenen Wandlerarten und den Fächern, die ich belegen werde. Doch in meinen Gedanken kreisen noch immer die Worte des Katers. Ein Löwenwandler. Ich bin ein Löwenwandler. Die Frage, wie ich damit umgehen soll, brennt in mir wie ein ungelöstes Rätsel.
3Chapter 3▾
Direktorin Eichenhain bleibt vor einer Holztür stehen, an der ein kleines, schlichtes Schild mit meinem Namen befestigt ist. "Hier ist dein Zimmer, Lion. Ich hoffe, es gefällt dir. Wenn du irgendwelche Fragen hast, zögere nicht, dich an mich oder einen der Lehrer zu wenden." Sie lächelt mir aufmunternd zu. "Ruhe dich erst einmal aus. Das ...
Direktorin Eichenhain bleibt vor einer Holztür stehen, an der ein kleines, schlichtes Schild mit meinem Namen befestigt ist. "Hier ist dein Zimmer, Lion. Ich hoffe, es gefällt dir. Wenn du irgendwelche Fragen hast, zögere nicht, dich an mich oder einen der Lehrer zu wenden." Sie lächelt mir aufmunternd zu. "Ruhe dich erst einmal aus. Das Abendessen findet um 19 Uhr in der großen Halle statt." Mit diesen Worten verabschiedet sie sich und geht den Gang entlang. Ich atme tief durch und öffne die Tür. Das Zimmer ist klein, aber gemütlich. Ein Bett, ein Schreibtisch, ein Schrank – alles Notwendige ist vorhanden. Am Fenster steht ein junger Mann, der sich umdreht, als ich eintrete. Er hat braune, leicht gewellte Haare und freundliche, offene Augen. "Hey, du musst Lion sein", sagt er und kommt auf mich zu. "Ich bin Joshua, dein Zimmergenosse. Willkommen in der Wandlerschule!" Er streckt mir die Hand entgegen, die ich ergreife. Sein Händedruck ist fest und freundlich. "Freut mich, dich kennenzulernen, Joshua", antworte ich und spüre, wie die Anspannung der letzten Stunden etwas nachlässt. "Danke, dass du mich willkommen heißt." "Kein Problem! Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tag hier", sagt Joshua und grinst. "War auch ein ziemliches Chaos. Aber keine Sorge, du wirst dich schnell einleben." Er deutet auf das freie Bett. "Das ist deins. Ich hoffe, du hast gut geschlafen." Ich nicke. "Ja, danke. War etwas aufregend alles." "Kann ich verstehen", sagt Joshua verständnisvoll. "Soll ich dir den Rest der Schule zeigen? Dann kannst du dich schon mal ein bisschen orientieren." Ich bin dankbar für das Angebot. "Gerne! Das wäre super." Gemeinsam verlassen wir das Zimmer und Joshua führt mich durch die Gänge. Er zeigt mir die Bibliothek, die Sporthalle, den Speisesaal und die verschiedenen Unterrichtsräume. Er erklärt mir, welche Lehrer für welche Fächer zuständig sind und welche Regeln in der Schule gelten. Während wir so durch die Schule streifen, kommen wir ins Gespräch. Ich erfahre, dass Joshua seit zwei Jahren hier ist und ein Panta-Wandler ist, ein Hirsch. Er erzählt mir von seinen Erfahrungen, von den Herausforderungen und den Freuden des Wandlerlebens. Je mehr ich mit Joshua rede, desto wohler fühle ich mich. Er ist offen, ehrlich und hilfsbereit. Ich spüre, dass wir uns gut verstehen werden. Vielleicht finde ich hier, an diesem seltsamen und aufregenden Ort, endlich ein Zuhause. Die Worte des Direktors hallen in meinem Kopf wider. Ein Löwenwandler. Ich bin ein Löwenwandler. Was das bedeutet, weiß ich noch nicht, aber ich bin entschlossen, es herauszufinden. Joshua stupst mich an. „Und? Was sagst du? Gefällt es dir hier?“ Seine Augen funkeln erwartungsvoll.




