
verstrahlt
Die Neonröhren flackern unbarmherzig, als Yvonne, nunmehr Erotica genannt, auf der Pritsche erwacht. Ihre Handgelenke schmerzen, taub von den Fesseln, die sie stundenlang fixiert haben.
Story context
World description
Universe for this story: Endzeit
Character introduction

Erotica
Role: Gefangene im Kampfschiff und Gefangenen Transport . wie wurde zur Sexarbeiterin bestraft. Gefangene im Kampfschiff und GefangenenCaptain von der Lex das große Kampf Schiff. Gefangene und auf Flucht. sie wird verurteilt. ihre Bestrafung sie wird zu...
Chapter samples
1Chapter 1▾
Die Neonröhren flackern unbarmherzig, als Yvonne, nunmehr Erotica genannt, auf der Pritsche erwacht. Ihre Handgelenke schmerzen, taub von den Fesseln, die sie stundenlang fixiert haben. Der metallische Geruch des Raumschiffs Lex, ihres Gefängnisses, brennt in ihrer Nase. 40 Jahre, hallt es in ihrem Kopf. 30 Jahre als Sexarbeiterin auf der...
Die Neonröhren flackern unbarmherzig, als Yvonne, nunmehr Erotica genannt, auf der Pritsche erwacht. Ihre Handgelenke schmerzen, taub von den Fesseln, die sie stundenlang fixiert haben. Der metallische Geruch des Raumschiffs Lex, ihres Gefängnisses, brennt in ihrer Nase. 40 Jahre, hallt es in ihrem Kopf. 30 Jahre als Sexarbeiterin auf der Lust-Oase 0815. Ein Urteil, so grausam wie absurd, gefällt über eine Frau, die einst Yvonne hieß, eine Chemikerin und Physikerin, Mutter von drei Kindern. Ihre hellblonden Haare, einst schulterlang und ihr Markenzeichen, sind nun zu einem kurzen, praktischen Schnitt gestutzt. Die Unschuld und der Witz in ihren Augen sind getrübt von Verzweiflung und Wut. Sie ist klein, nur 1,53 Meter, aber ihre Ausstrahlung hat immer ganze Räume gefüllt. Eine Ausstrahlung, die nun gebrochen, gefügig gemacht werden soll. Ein metallisches Knarren kündigt die Ankunft einer Wache an. Der Mann, ein bulliger Kerl mit vernarbtem Gesicht, mustert sie abschätzig. „Aufstehen, Erotica. Wir landen in Kürze. Zeit, sich 'hübsch' zu machen.“ Erotica spuckt ihm vor die Füße. „Ich bin nicht deine Erotica.“ Der Mann grinst. „Das werden wir ja sehen. Die Oase wird dich schon zurechtbiegen.“ Er zerrt sie unsanft von der Pritsche. Ihre Beine sind schwach, aber sie stemmt sich dagegen, klammert sich an den letzten Rest ihrer Würde. Während sie durch die kalten, sterilen Gänge des Raumschiffs geschleift wird, huschen Erinnerungen an ihr früheres Leben an ihr vorbei. Kassel, Nord-Stadt, die durchzechten Nächte mit Mario, dem Vater ihrer Kinder, die pulsierenden Beats von Hard Tekk, der Geruch von billigem Wodka und Schweiß. Ihr Bruder Patrick, alias emiZy, der mit seinen Reimen die Herzen der Menschen berührte. Und ihre Kinder: Enrico, Marino und Rose. Die Bilder sind wie Stiche ins Herz. Die Tür zu einem kargen Ankleideraum öffnet sich. Der Wächter wirft ihr ein knappes, glitzerndes Kleid zu. „Zieh dich um. Der Captain wartet.“ Sie blickt auf das Stück Stoff, ein Symbol ihrer bevorstehenden Erniedrigung. Ein Schauer läuft ihr über den Rücken. Die Drogen, die sie betäubt hatten, beginnen nachzulassen. Ihr klarer Verstand kehrt zurück, und mit ihm ein Funke Hoffnung. Sie ist Yvonne, Erotica, eine Überlebende. Und sie hat noch nicht aufgegeben. Sie muss einen Weg finden, hier rauszukommen. Welche Schritte unternimmst du als Nächstes, um aus dieser Situation zu entkommen?
2Chapter 2▾
Erotica betrachtet das glitzernde Kleid, ein Hohn auf ihre Intelligenz und ihre Vergangenheit. Sie hebt es auf, das kalte Material fühlt sich an wie Schlangenhaut. Anstatt es anzuziehen, wirft sie es dem Wächter ins Gesicht. „Ich werde mich nicht prostituieren“, spuckt sie ihm entgegen. Der Wächter lacht nur, eine tiefe, grollende Vibrati...
Erotica betrachtet das glitzernde Kleid, ein Hohn auf ihre Intelligenz und ihre Vergangenheit. Sie hebt es auf, das kalte Material fühlt sich an wie Schlangenhaut. Anstatt es anzuziehen, wirft sie es dem Wächter ins Gesicht. „Ich werde mich nicht prostituieren“, spuckt sie ihm entgegen. Der Wächter lacht nur, eine tiefe, grollende Vibration in seiner Brust. „Du hast keine Wahl.“ Er packt sie am Arm, seine Finger bohren sich in ihr Fleisch. Erotica wehrt sich, kratzt und beißt, aber er ist zu stark. Er zerrt sie in den Raum und wirft sie auf einen Stuhl. „Mach dich fertig“, knurrt er. „Oder ich helfe nach.“ Er verlässt den Raum, die Tür knallt hinter ihm ins Schloss. Erotica sitzt da, ihr Atem geht stoßweise. Sie muss einen Weg finden, hier rauszukommen. Sie blickt sich um. Der Raum ist karg, nur ein Spiegel, ein Stuhl und ein Schminktisch. Auf dem Tisch liegen Pinsel, Lippenstifte und andere Utensilien der Verführung. Ihr Blick fällt auf einen kleinen, spitzen Gegenstand – eine Pinzette. Eine Idee keimt in ihrem Kopf. Es ist ein Risiko, aber sie hat nichts zu verlieren. Sie nimmt die Pinzette und versteckt sie in ihrer Handfläche. Dann beginnt sie, sich zu schminken. Sie verwandelt sich in Erotica, die Sexarbeiterin. Sie legt Lidschatten auf, tuscht ihre Wimpern, malt ihre Lippen rot. Sie verbirgt die Angst und Verzweiflung hinter einer Maske der Verführung. Als sie fertig ist, sieht sie in den Spiegel. Das Gesicht, das ihr entgegenblickt, ist fremd und doch vertraut. Es ist das Gesicht einer Überlebenden. Die Tür öffnet sich. Der Wächter grinst. „Braves Mädchen“, sagt er. „Jetzt gehen wir zum Captain.“ Er führt sie durch die Gänge des Raumschiffs. Sie achtet auf jedes Detail, prägt sich den Weg ein. Sie muss einen Fluchtweg finden. Sie erreichen eine schwere Stahltür. Der Wächter gibt einen Code ein und die Tür öffnet sich. Dahinter befindet sich ein luxuriöses Büro. Ein Mann sitzt an einem großen Schreibtisch. Er ist elegant gekleidet, sein Haar ist grau meliert. Er mustert Erotica von Kopf bis Fuß. „Ah, Erotica“, sagt er mit einer tiefen, sonoren Stimme. „Ich bin Captain Rex. Willkommen an Bord.“ Er deutet auf einen Stuhl. „Setz dich.“ Erotica setzt sich, ihre Hand umklammert die Pinzette in ihrer Handfläche. Rex lächelt. „Ich hoffe, du wirst dich hier wohlfühlen. Wir haben hohe Erwartungen an dich.“ Er beugt sich vor. „Und ich bin sicher, du wirst sie erfüllen.“ Rex´ Blick ist intensiv, fast hypnotisch. Erotica spürt, wie eine Mischung aus Angst und Ekel in ihr aufsteigt. Sie muss hier weg. Doch die Gefahr ist noch nicht vorüber, der Weg in die Freiheit ist beschwerlich.
3Chapter 3▾
Erotica lächelt zurück, ein falsches, aufgesetztes Lächeln, das ihre innere Anspannung verbergen soll. „Ich werde mein Bestes geben, Captain“, sagt sie mit einer Stimme, die sie kaum wiedererkennt. Sie legt ihren Kopf leicht schief, spielt die Rolle der willigen Sexarbeiterin, die sie verabscheut. Rex scheint zufrieden. Er lehnt sich zurü...
Erotica lächelt zurück, ein falsches, aufgesetztes Lächeln, das ihre innere Anspannung verbergen soll. „Ich werde mein Bestes geben, Captain“, sagt sie mit einer Stimme, die sie kaum wiedererkennt. Sie legt ihren Kopf leicht schief, spielt die Rolle der willigen Sexarbeiterin, die sie verabscheut. Rex scheint zufrieden. Er lehnt sich zurück und zündet sich eine Zigarette an. Der Rauch hüllt sein Gesicht in einen Schleier. „Erzähl mir von dir, Erotica“, sagt er. „Woher kommst du?“ Erotica überlegt. Soll sie die Wahrheit sagen? Oder eine Lüge auftischen? Sie entscheidet sich für eine Mischung aus beidem. „Ich bin in Kassel geboren“, sagt sie. „Aber ich habe viel von der Welt gesehen.“ Sie erzählt ihm von ihrer angeblichen Karriere als Tänzerin, von den Clubs und Bars, in denen sie gearbeitet hat. Sie erfindet Geschichten von reichen Männern, die ihr zu Füßen lagen. Rex hört aufmerksam zu, sein Blick ruht auf ihr. Sie spürt seinen Blick wie eine Berührung auf ihrer Haut. Es ist ein unangenehmes, aufdringliches Gefühl. Sie will aufspringen und weglaufen, aber sie zwingt sich, ruhig zu bleiben. Sie muss Rex ablenken, ihn in Sicherheit wiegen. Während sie redet, beobachtet sie seine Bewegungen, seine Gewohnheiten. Sie sucht nach einer Schwachstelle. Sie bemerkt, dass er immer wieder zu einem Glas Whiskey auf seinem Schreibtisch greift. Ein Zeichen von Nervosität? Oder einfach nur eine Gewohnheit? Sie bemerkt auch, dass er eine Narbe am Handgelenk hat. Eine Erinnerung an eine alte Verletzung? Oder ein Zeichen eines vergangenen Kampfes? Sie saugt all diese Informationen auf, speichert sie in ihrem Gedächtnis. Sie könnten ihr eines Tages nützlich sein. Plötzlich klingelt das Telefon auf Rex’ Schreibtisch. Er nimmt ab, hört aufmerksam zu und nickt dann. „Verstanden“, sagt er. „Ich kümmere mich darum.“ Er legt auf und blickt Erotica an. „Es gibt ein Problem“, sagt er. „Ein Gefangener ist entkommen. Wir müssen ihn finden.“ Erotica spürt, wie ihr Herz schneller schlägt. Ein entkommener Gefangener? Das könnte ihre Chance sein. Eine Chance, Chaos zu stiften, Verwirrung zu stiften, zu entkommen. Sie muss Rex überzeugen, sie in die Suche einzubeziehen. Sie steht auf und geht zu ihm. Sie legt ihre Hand auf seine Schulter. „Captain“, sagt sie mit sanfter Stimme. „Ich kann Ihnen helfen. Ich kenne mich hier aus. Ich kann Ihnen den Gefangenen finden.“ Rex mustert sie skeptisch. „Du? Was kannst du schon tun?“ Erotica lächelt. „Mehr, als Sie denken.“ Sie beugt sich vor und flüstert ihm etwas ins Ohr, etwas, das ihn überraschen und faszinieren soll. Doch bevor sie ihre Worte vollenden kann, ertönt ein ohrenbetäubender Alarm, der das gesamte Raumschiff erzittern lässt.




