Die dunkle Zone
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Die dunkle Zone

Die Neonröhren der Lagerhalle flackern unbarmherzig und werfen ein kaltes Licht auf die Szenerie. Der abgestandene Geruch von Schweiß, billigem Desinfektionsmittel und einer süßlichen Note, die eindeutig von dem Kokaingericht kommt, hängt schwer in der Luft.

blondes.Yvi27
Authorblondes.Yvi27
Created23. December 2025
Chapters3

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World description

Leidenschaft

Chapter samples

1
Chapter 1
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Die Neonröhren der Lagerhalle flackern unbarmherzig und werfen ein kaltes Licht auf die Szenerie. Der abgestandene Geruch von Schweiß, billigem Desinfektionsmittel und einer süßlichen Note, die eindeutig von dem Kokaingericht kommt, hängt schwer in der Luft. Du, Yvonne Brusius, stehst inmitten dieser Szenerie, die für viele ein Albtraum w...

Die Neonröhren der Lagerhalle flackern unbarmherzig und werfen ein kaltes Licht auf die Szenerie. Der abgestandene Geruch von Schweiß, billigem Desinfektionsmittel und einer süßlichen Note, die eindeutig von dem Kokaingericht kommt, hängt schwer in der Luft. Du, Yvonne Brusius, stehst inmitten dieser Szenerie, die für viele ein Albtraum wäre, für dich aber Alltag ist. Dein blondes Haar ist zu einem strengen Knoten gebunden, um dein jugendliches Gesicht nicht unnötig zu betonen. Die braunen Augen fixieren Mario, der nervös vor dir hin und her tigert. "Yvonne, ich schwöre dir, ich hatte alles im Griff", beteuert er mit zitternder Stimme. "Die Bullen hätten niemals etwas mitbekommen." Du hebst eine Augenbraue. "Hätten? Mario, hätten ist für kleine Jungs, die mit Matchbox-Autos spielen. Wir dealen hier nicht mit Spielzeug." Er schluckt. Seine narzisstische Fassade bröckelt unter deinem Blick. "Es war nur eine kleine Unregelmäßigkeit. Ein paar Kilo sind verschwunden. Aber ich kümmere mich drum, versprochen." Ein paar Kilo. Allein der Gedanke lässt eine Wut in dir hochsteigen, die du nur mit Mühe unterdrückst. Seit dem Tod deiner Eltern und deines Bruders lastet die Verantwortung für dieses Geschäft auf deinen schmalen Schultern. Du hast dir diesen Ruf hart erarbeitet, und Narren wie Mario riskieren, alles zu ruinieren. "Mario", beginnst du, deine Stimme gefährlich ruhig. "Du weißt, was mit Leuten passiert, die uns bestehlen." Er nickt heftig. "Ja, natürlich, Yvonne. Ich werde das Geld auftreiben, koste es, was es wolle. Ich habe da schon eine Idee..." Seine "Idee" interessiert dich wenig. Du weißt, dass er wieder irgendeinen Mist bauen wird. Trotzdem brauchst du ihn. Er ist dein Verbindungsmann, dein Charmebolzen, der die Leute um den Finger wickelt. "Du hast 24 Stunden", sagst du kühl. "Solltest du es nicht schaffen, sind wir quitt." Mario nickt stumm und verschwindet aus der Lagerhalle. Du bleibst allein zurück, umgeben von den Schatten und den Gerüchen deiner Welt. Die Verantwortung drückt schwer auf dir. Du weißt, dass du hart durchgreifen musst, um deinen Platz an der Spitze zu verteidigen. Aber wie weit bist du bereit zu gehen, um dein Imperium zu schützen? Wirst du Marios "Idee" abwarten oder selbst die Initiative ergreifen und die fehlenden Kilos auf deine Weise beschaffen?

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Chapter 2
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Du atmest tief durch, um die aufsteigende Panik zu unterdrücken. Panik ist ein schlechter Ratgeber. Stattdessen aktivierst du den kalten, berechnenden Teil deines Verstandes. Die Initiative ergreifen, das ist der richtige Weg. Du darfst keine Schwäche zeigen, keine Zeit verlieren. "Rocco!", rufst du in die Halle. Ein bulliger Mann mit ve...

Du atmest tief durch, um die aufsteigende Panik zu unterdrücken. Panik ist ein schlechter Ratgeber. Stattdessen aktivierst du den kalten, berechnenden Teil deines Verstandes. Die Initiative ergreifen, das ist der richtige Weg. Du darfst keine Schwäche zeigen, keine Zeit verlieren. "Rocco!", rufst du in die Halle. Ein bulliger Mann mit vernarbten Armen tritt aus dem Halbschatten. Rocco ist dein loyalster Vollstrecker, ein Mann der wenigen Worte, aber umso mehr Taten. "Bring mir Angelo", befiehlst du. Angelo ist einer von Marios engsten Vertrauten, ein kleiner Gauner mit einer Vorliebe für schnelle Autos und leichtgläubige Frauen. Er könnte wissen, wo Mario die Kilos versteckt hat, oder zumindest eine Ahnung haben, wo er suchen könnte. Rocco nickt und verschwindet wieder. Du nutzt die Wartezeit, um dich zu sammeln. Du gehst zu einem alten Schreibtisch in der Ecke der Lagerhalle und öffnest eine Schublade. Darin befindet sich eine Flasche Wodka und ein paar Gläser. Du schenkst dir einen großzügigen Schluck ein. Der Alkohol brennt wohltuend in deiner Kehle und betäubt kurzzeitig das Gefühl der Überforderung. Nach einer gefühlten Ewigkeit kehrt Rocco mit Angelo zurück. Angelo ist offensichtlich nervös. Seine Augen huschen umher, und er versucht, Blickkontakt zu vermeiden. Du deutest auf einen Stuhl vor deinem Schreibtisch. "Setz dich, Angelo", sagst du freundlich, aber deine Stimme lässt keinen Zweifel daran, wer hier das Sagen hat. Er setzt sich zögerlich und nestelt an seinem Basecap herum. "Yvonne, was gibt's denn?", fragt er mit gequälter Stimme. Du schenkst ihm ein falsches Lächeln. "Angelo, wir haben ein kleines Problem. Ein paar Kilo sind verschwunden, und ich bin mir sicher, dass du uns helfen kannst, sie wiederzufinden." Er weicht deinem Blick aus. "Ich weiß von nichts, Yvonne. Ehrlich nicht." Du seufzt gespielt. "Schade, Angelo. Ich hatte gehofft, dass wir das auf die sanfte Tour regeln können." Du nickst Rocco zu. Rocco packt Angelo am Kragen und zieht ihn hoch. Angelo strampelt und schreit, aber Roccos Griff ist unerbittlich. Er zerrt ihn in einen Nebenraum, wo das dumpfe Geräusch von Schlägen zu hören ist. Du nimmst einen weiteren Schluck Wodka und wartest. Du hasst diese Art von Arbeit, aber manchmal ist sie notwendig. Du bist nicht stolz darauf, aber du bist bereit, alles zu tun, um dein Imperium zu schützen. Die Frage ist nur, wie lange Angelo widerstehen wird. Und was wirst du tun, wenn er tatsächlich nichts weiß?

3
Chapter 3
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Die dumpfen Schläge hallen durch die Lagerhalle, vermischt mit Angelos gedämpften Schreien. Du spürst, wie sich dein Magen zusammenzieht. Es ist ein unangenehmes Gefühl, aber du ignorierst es. Es muss sein. Nach einer Weile kehrt Rocco zurück, seine massige Gestalt erfüllt den Türrahmen. Er schüttelt leicht den Kopf. "Er beteuert seine U...

Die dumpfen Schläge hallen durch die Lagerhalle, vermischt mit Angelos gedämpften Schreien. Du spürst, wie sich dein Magen zusammenzieht. Es ist ein unangenehmes Gefühl, aber du ignorierst es. Es muss sein. Nach einer Weile kehrt Rocco zurück, seine massige Gestalt erfüllt den Türrahmen. Er schüttelt leicht den Kopf. "Er beteuert seine Unschuld, Yvonne. Sagt, er wisse nichts." Du betrachtest Rocco. Du kennst ihn schon lange genug, um zu wissen, dass er nicht zimperlich ist. Wenn Angelo etwas weiß, hätte Rocco es aus ihm herausgeprügelt. Andererseits ist Angelo ein gewitzter Kerl. Vielleicht spielt er einfach nur gut. "Hol ihn rein", sagst du schließlich. Rocco gehorcht und schleift Angelo zurück in den Raum. Angelo ist übel zugerichtet. Sein Gesicht ist blutverschmiert, ein Auge ist fast zugeschwollen, und er humpelt. Trotzdem blickt er dich an, mit einem Gemisch aus Angst und Trotz. "Na, Angelo?", fragst du ruhig. "Bist du jetzt bereit, mit uns zu reden?" Angelo spuckt Blut auf den Boden. "Ich... ich schwöre, Yvonne... ich weiß nichts." Du studierst sein Gesicht. Es ist schwer zu sagen, ob er lügt oder nicht. Ein Teil von dir will ihm glauben. Aber du kannst es dir nicht leisten, naiv zu sein. Zu viel steht auf dem Spiel. Du stehst auf und gehst langsam auf Angelo zu. Deine High Heels klackern auf dem Betonboden. Du bleibst direkt vor ihm stehen und beugst dich vor, so dass eure Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sind. "Angelo", sagst du leise, aber eindringlich. "Ich glaube dir nicht. Und ich werde so lange weitermachen, bis du mir die Wahrheit sagst. Verstehst du?" Er starrt dich an, seine Augen voller Furcht. Du siehst, wie er schluckt. Ein kleines Zucken in seinem Gesicht verrät ihn. Er weiß mehr, als er zugibt. "Okay", flüstert er schließlich. "Okay, ich rede ja schon." Du richtest dich auf und lächelst. Es ist kein freundliches Lächeln. "Gut, Angelo. Dann fang an zu erzählen."

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