
Die dunkle Zone
Die Neonröhren der Raumstation Lust-Oase 0815 flackern unbarmherzig. Du, Yvonne, besser bekannt als Erotica, stehst vor dem Spiegel in deiner Zelle.
Story context
World description
Leidenschaft
Character introduction

ki Erotica
Role: cheffin beim Drogenkartell, Captain von der Lex das große Kampf Schifflolita lebt in Kassel dort trifft sie den Mario und verliebt sich in ihn, während sie in die Welt des Tanzes und der sozialen Ungleichheit eintaucht. lebt sie das Leben volle...
Chapter samples
1Chapter 1▾
Die Neonröhren der Raumstation Lust-Oase 0815 flackern unbarmherzig. Du, Yvonne, besser bekannt als Erotica, stehst vor dem Spiegel in deiner Zelle. Es ist keine Zelle im herkömmlichen Sinne, eher ein spartanisch eingerichtetes Apartment mit einem Bett, einem kleinen Tisch und dem obligatorischen Spiegel, der dir jeden Morgen deine Realit...
Die Neonröhren der Raumstation Lust-Oase 0815 flackern unbarmherzig. Du, Yvonne, besser bekannt als Erotica, stehst vor dem Spiegel in deiner Zelle. Es ist keine Zelle im herkömmlichen Sinne, eher ein spartanisch eingerichtetes Apartment mit einem Bett, einem kleinen Tisch und dem obligatorischen Spiegel, der dir jeden Morgen deine Realität vor Augen führt. 30 Jahre. 30 Jahre bist du verurteilt, hier, in dieser sterilen Umgebung, die Sehnsüchte und Begierden fremder Männer zu stillen. Eine Strafe für Taten, die dich einst zur Chefin eines Drogenkartells machten, zur Captain der Lex, einem Kampfschiff. Das ist lange her. Deine blonden Haare, oft aufgehellt, fallen dir ins Gesicht, als du dich beugst, um die Uniform anzuziehen – ein knappes, silbernes Kleid, das mehr Haut zeigt, als es bedeckt. Deine braunen Augen wirken müde, aber in ihrem Kern glimmt noch immer ein Funke Widerstand. Du bist nicht gebrochen, nicht ganz. Ein leises Summen erfüllt den Raum. Es ist das Signal, dass dein erster Kunde wartet. Du atmest tief durch. Es ist immer das Gleiche: ein Lächeln aufsetzen, die Rolle spielen, die man von dir erwartet. Eine Ware sein, verkauft und benutzt. Als du den Raum verlässt, denkst du an Mario, an die Zeit in Kassel, an die Hardtekk-Nächte, an seine narzisstische Art, die dich dennoch anzog. Ein Schmerz durchfährt dich. Mario. Drogen, Sex, Geschäfte. Und du, mittendrin, gefangen in einem Netz aus Leidenschaft und Verdammnis. Die Luft in der Empfangshalle ist erfüllt von schweren Parfüms und dem gedämpften Flüstern der anderen "Lustobjekte". Ein Roboter geleitet dich zu Kabine 7. Dein Herz rast. Jeder Kunde ist eine neue Herausforderung, ein neues Spiel. In der Kabine erwartet dich ein Mann in einem teuren Anzug. Seine Augen mustern dich abwertend. Ein kalter Schauer läuft dir über den Rücken. Du kennst diesen Blick. "Erotica," sagt er, seine Stimme ist rau. "Ich habe viel von dir gehört." Du lächelst gezwungen. "Ich hoffe, nur Gutes." Er lacht. Ein hohles, unangenehmes Geräusch. "Das werden wir sehen." Er deutet auf das Bett. Die Anspannung ist fast greifbar. Du hast zwei Möglichkeiten: Du kannst seine Spielchen mitspielen und versuchen, die Situation zu kontrollieren, oder du riskierst alles und zeigst ihm, dass du mehr bist als nur ein Objekt der Begierde. Was tust du? Willst du dich seinem Willen beugen und die Nacht überstehen, oder begehrst du auf und riskierst die Konsequenzen?
2Chapter 2▾
Seine Augen weiten sich einen Moment, dann verzieht sich sein Gesicht zu einer finsteren Miene. "Geheimnisse? Was willst du damit sagen?", knurrt er, seine Stimme ist plötzlich bedrohlich tief. Der Mann in dem teuren Anzug steht auf, die Hand unauffällig in Richtung seines Mantels gleitend. Die entspannte Atmosphäre ist wie weggeblasen, d...
Seine Augen weiten sich einen Moment, dann verzieht sich sein Gesicht zu einer finsteren Miene. "Geheimnisse? Was willst du damit sagen?", knurrt er, seine Stimme ist plötzlich bedrohlich tief. Der Mann in dem teuren Anzug steht auf, die Hand unauffällig in Richtung seines Mantels gleitend. Die entspannte Atmosphäre ist wie weggeblasen, die Kabine ist plötzlich erfüllt von angespannter Stille. Du spürst, wie dein Herz schneller schlägt. Hast du zu viel riskiert? War es ein Fehler, ihn so direkt zu konfrontieren? Er kommt näher, sein Blick fixiert auf dich. "Du spielst ein gefährliches Spiel, Erotica. Du solltest besser wissen, mit wem du dich anlegst." Seine Worte sind wie Gift, sie kriechen unter deine Haut. Du versuchst, deine Nervosität zu verbergen, aber es gelingt dir nicht ganz. Deine Hände zittern leicht. "Ich spiele kein Spiel", erwiderst du, deine Stimme ist ruhiger, als du dich fühlst. "Ich kenne die Wahrheit. Und du auch." Du beobachtest sein Gesicht, suchst nach einer Reaktion, einem Anzeichen von Schwäche. Aber er zeigt nichts. Seine Maske ist perfekt. Plötzlich ein Geräusch. Ein leises Klicken. Du erkennst es sofort. Eine Waffe. Er hat eine Waffe gezogen. "Du bist dumm, kleines Mädchen", sagt er, sein Lächeln ist kalt wie Eis. "Du hättest einfach deinen Job machen sollen. Jetzt wirst du dafür bezahlen." Du weisst, dass du handeln musst, und zwar schnell. Du kannst versuchen, ihm die Waffe abzunehmen, aber das Risiko ist hoch. Oder du könntest versuchen, ihn zu beruhigen, ihm weiszumachen, dass du nichts weisst. Aber die Zeit drängt. Was wirst du tun? "Ich bin unbewaffnet, das kannst du doch sehen", sagst du. "Ich wollte dich doch nur ein wenig necken." Deine Hand bewegt sich langsam in deine Tasche. "Vielleicht gefällt dir ja, was ich dir anbieten kann?" Er grinst und sagt: "Zeig mir, was du kannst..."
3Chapter 3▾
„Ich sage: 'Ich bin nicht allein hier.'“ Du lässt den Satz in der stickigen Luft der Kabine hängen. Der Mann im Anzug, dessen Name du immer noch nicht kennst, verharrt. Seine Augen fixieren dich, doch du kannst seine Gedanken nicht lesen. War das die richtige Entscheidung? Hast du zu viel verraten? Sein Griff um die Waffe lockert sich ni...
„Ich sage: 'Ich bin nicht allein hier.'“ Du lässt den Satz in der stickigen Luft der Kabine hängen. Der Mann im Anzug, dessen Name du immer noch nicht kennst, verharrt. Seine Augen fixieren dich, doch du kannst seine Gedanken nicht lesen. War das die richtige Entscheidung? Hast du zu viel verraten? Sein Griff um die Waffe lockert sich nicht. „Wen meinst du damit?“, fragt er, seine Stimme ist ein gefährliches Raunen. „Glaubst du wirklich, deine kleinen Spielchen beeindrucken mich?“ Du versuchst, die Nervosität zu überspielen, die in dir aufsteigt. Ein Bluff ist alles, was dir jetzt noch bleibt. „Ich habe Verbündete“, sagst du, deine Stimme ist fest, obwohl dein Herz rast. „Leute, die sehr interessiert daran sind, was hier vor sich geht. Leute, die es nicht mögen, wenn man sie hintergeht.“ Du wartest auf seine Reaktion, auf ein Zucken, eine Unsicherheit, irgendetwas. Doch sein Gesicht bleibt eine Maske. Er ist gut. Verdammt gut. Plötzlich ein Geräusch hinter dir. Ein leises Scharren. Du zuckst zusammen, kannst dir aber keine Blöße geben. Der Mann im Anzug scheint es nicht bemerkt zu haben. Zumindest zeigt er es nicht. „Du bluffst“, sagt er, ein Hauch von Verachtung liegt in seiner Stimme. „Du hast niemanden. Du bist allein hier, gefangen wie ein Vogel im Käfig.“ Er macht einen Schritt auf dich zu, die Waffe ist jetzt ganz offen auf dich gerichtet. „Und jetzt, Erotica, wirst du mir sagen, was du wirklich weißt.“ Eine Bewegung in deinem Augenwinkel. Zu schnell, um sie klar zu erkennen. Aber es ist da. Jemand ist hier. Jemand ist bei dir. „Ich würde an deiner Stelle vorsichtig sein“, sagst du, ein Lächeln huscht über dein Gesicht. „Du weißt nie, wer dir im Rücken steht.“ Der Mann im Anzug dreht sich um. Seine Augen weiten sich. Für einen kurzen Moment ist er abgelenkt, überrascht. Es ist die Chance, auf die du gewartet hast. Ein Kampf steht bevor.




