
Chefin im All
Die unendlichen Weiten des Alls dehnen sich vor dir aus, ein kosmisches Meer aus Sternenstaub und Nebelfeldern, das in seiner unbegreiflichen Schönheit und Leere gleichermaßen Ehrfurcht und Beklommenheit hervorruft. Es ist das Jahr 10.532 nach unserer Zeitrechnung.
Story context
World description
im Weltall
Objective
in der Zukunft 10 5325 Jahre spater
Chapter samples
1Chapter 1▾
Die unendlichen Weiten des Alls dehnen sich vor dir aus, ein kosmisches Meer aus Sternenstaub und Nebelfeldern, das in seiner unbegreiflichen Schönheit und Leere gleichermaßen Ehrfurcht und Beklommenheit hervorruft. Es ist das Jahr 10.532 nach unserer Zeitrechnung. Du bist Yvonne Brusius, einst ein bekanntes Gesicht in den Straßen von Kas...
Die unendlichen Weiten des Alls dehnen sich vor dir aus, ein kosmisches Meer aus Sternenstaub und Nebelfeldern, das in seiner unbegreiflichen Schönheit und Leere gleichermaßen Ehrfurcht und Beklommenheit hervorruft. Es ist das Jahr 10.532 nach unserer Zeitrechnung. Du bist Yvonne Brusius, einst ein bekanntes Gesicht in den Straßen von Kassel, nun eine Reisende zwischen den Sternen. Deine blonden Haare, einst ein strahlender Blickfang, sind unter einer praktischen, dunklen Kappe verborgen, und deine braunen Augen, die so viel Leben und Jugend ausstrahlten, wirken nun nachdenklich und wachsam. Die Unbeschwertheit deiner Jugend ist einer ernsten Entschlossenheit gewichen. Du stehst an der Brücke der Cassandra, einem Raumschiff, das mehr Schmugglerfrachter als Kriegsschiff ist, aber dennoch dein Zuhause, dein Reich. Die Cassandra ist ein Schiff der Schattenklasse, bekannt für ihre Fähigkeit, den Sensoren des Imperiums zu entgehen. Sie ist ein Relikt aus alten Tagen, modifiziert und angepasst, um ihren illegalen Operationen zu dienen. Das sanfte Brummen der Triebwerke erfüllt den Raum, vermischt mit dem leisen Flüstern der Lebenserhaltungssysteme. Die Luft ist gefiltert, steril, ein ferner Schrei nach der vertrauten, erdigen Luft deiner Heimat. Vor dir erstreckt sich das Sternbild des Orion, ein vertrautes Leuchtfeuer in der endlosen Dunkelheit. Aber du bist nicht hier, um Sternbilder zu bestaunen. Deine Mission führt dich tiefer in die unerforschten Gebiete des Weltraums, dorthin, wo das Imperium seine dunklen Geheimnisse verbirgt. "Chefin, wir nähern uns dem Sprungpunkt", meldet eine Stimme. Es ist Kai, dein Navigator, ein wortkarger Mann mit kybernetischen Augen, die mehr sehen, als er je sagt. "Bereitmachen für den Übergang in den Hyperraum." Du nickst, ein kurzer, prägnanter Befehl. Du spürst das Kribbeln in deinem Magen, das immer kommt, wenn die Cassandra in den Hyperraum eintritt. Es ist ein Gefühl der Auflösung, des Auseinanderreißens, gefolgt von einem Moment der absoluten Stille, bevor die Sterne zu endlosen, verschwommenen Linien werden. Dein Ziel ist ehrgeizig, gefährlich. Du bist auf der Suche nach einem Artefakt, von dem gesagt wird, dass es die Macht hat, die Zukunft zu verändern. Eine Macht, die das Imperium unterdrücken will und für die du bereit bist, alles zu riskieren. Es ist ein Spiel mit hohen Einsätzen, und du weißt, dass ein falscher Schritt dein Untergang sein könnte. Doch du bist Yvonne Brusius, und du hast schon immer gegen die Widrigkeiten gekämpft. Während die Cassandra in den Hyperraum eintritt, denkst du an deinen Bruder, Patrick, bekannt als emiZy. Sein Gesicht huscht vor deinem inneren Auge, ein Hauch von Nostalgie vermischt sich mit Sorge. Er ist in Kassel geblieben, ein rastloser Geist in einer Welt, die sich so weit von deiner entfernt hat. Du fragst dich, ob er jemals verstehen wird, was du hier draußen tust. "Hyperraum-Übergang abgeschlossen", meldet Kai. "Wir sind im Zielsystem." Vor dir liegt ein unbekanntes Sternensystem, eine leere Leinwand, auf der deine Zukunft geschrieben steht. Was wirst du tun?
2Chapter 2▾
Du greifst nach dem Steuerungsknüppel, deine Finger umklammern das abgenutzte Metall. Die Cassandra reagiert prompt auf deine Berührung, das Schiff neigt sich sanft, während du es in Richtung des nahegelegenen Asteroidenfelds steuerst. Es ist ein riskantes Manöver, aber du bist auf der Suche nach Deckung, einem Ort, an dem du unentdeckt b...
Du greifst nach dem Steuerungsknüppel, deine Finger umklammern das abgenutzte Metall. Die Cassandra reagiert prompt auf deine Berührung, das Schiff neigt sich sanft, während du es in Richtung des nahegelegenen Asteroidenfelds steuerst. Es ist ein riskantes Manöver, aber du bist auf der Suche nach Deckung, einem Ort, an dem du unentdeckt bleiben kannst, während du deine nächsten Schritte planst. "Chefin, das Asteroidenfeld ist unkartiert", warnt Kai. Seine Stimme ist ruhig, aber du spürst die unterschwellige Besorgnis. "Es gibt keine Garantie, dass wir einen sicheren Weg finden." "Wir werden einen finden", erwiderst du, deine Stimme fest und entschlossen. Du vertraust deinem Instinkt, und dein Instinkt sagt dir, dass das Artefakt in diesem System versteckt ist. Vielleicht ist es sogar hier, in den Tiefen dieses gefährlichen Asteroidenfelds. Die Cassandra taucht ein in das Chaos aus Felsbrocken und Eis, ein Tanz zwischen Leben und Tod. Du navigierst geschickt zwischen den umherfliegenden Trümmern, deine Augen scannen unaufhörlich nach Anomalien, nach etwas, das nicht dorthin gehört. Die Sensoren spielen verrückt, das Echo der Asteroiden verzerrt die Messwerte, aber du lässt dich nicht entmutigen. Plötzlich, inmitten des kosmischen Trümmerhaufens, entdeckst du etwas. Eine Struktur, verborgen hinter einem besonders großen Asteroiden, die sich von der natürlichen Umgebung abhebt. Sie ist aus Metall, geformt und konstruiert, nicht von der Natur geschaffen. "Kai, was siehst du da?", fragst du, deine Stimme gedämpft vor Aufregung. Kai justiert seine kybernetischen Augen, seine Stirn legt sich in Falten. "Das ist… ungewöhnlich. Eine künstliche Struktur, versteckt in den Asteroiden. Ich kann keine eindeutige Identifizierung vornehmen." "Das ist es", sagst du, ein Hauch von Triumph schwingt in deiner Stimme mit. "Das ist das Artefakt. Oder zumindest der Ort, an dem es versteckt ist." Du lenkst die Cassandra näher an die Struktur heran, deine Finger sind angespannt am Steuerungsknüppel. Je näher du kommst, desto deutlicher wird das Bild. Es ist eine Art Raumstation, klein und verlassen, aber mit einer Aura der Macht, die du fast physisch spüren kannst. "Wir empfangen eine schwache Energiesignatur von der Station", meldet Kai. "Sie ist inaktiv, aber es ist noch Energie vorhanden." "Bereitmachen für das Andocken", befiehlst du. "Wir werden uns das genauer ansehen." Die Cassandra nähert sich vorsichtig der Raumstation, die Schatten der Asteroiden tanzen über ihre Oberfläche. Du spürst eine wachsende Unruhe, ein Gefühl des Unbehagens, das sich in deinem Magen ausbreitet. Hier stimmt etwas nicht. Als die Cassandra andockt, herrscht absolute Stille. Die Triebwerke verstummen, die Lebenserhaltungssysteme arbeiten unaufhörlich weiter, aber es gibt kein Geräusch von außen. Nur die Stille des Weltraums, die dich zu verschlingen droht. Du bereitest dich darauf vor, als Erste die Station zu betreten, bewaffnet und auf alles gefasst, was dich dort erwartet. Die Schwere der Entscheidung, die du getroffen hast, lastet auf deinen Schultern.
3Chapter 3▾
Du aktivierst deinen Raumanzug, das leise Zischen der Druckluft ist das einzige Geräusch, das die Stille durchbricht. Kai steht hinter dir, seine kybernetischen Augen fixieren die Schleusentür. Er trägt einen schweren Blaster, seine Haltung ist angespannt, bereit für jede Bedrohung. ´Sei vorsichtig, Chefin´, sagt er, seine Stimme ist nur ...
Du aktivierst deinen Raumanzug, das leise Zischen der Druckluft ist das einzige Geräusch, das die Stille durchbricht. Kai steht hinter dir, seine kybernetischen Augen fixieren die Schleusentür. Er trägt einen schweren Blaster, seine Haltung ist angespannt, bereit für jede Bedrohung. ´Sei vorsichtig, Chefin´, sagt er, seine Stimme ist nur ein Flüstern über den Kommunikator. ´Ich mag dieses Gefühl nicht.´ ´Ich auch nicht´, erwiderst du, ´aber wir sind zu weit gekommen, um jetzt umzukehren.´ Du drückst den Knopf, der die Schleusentür öffnet. Mit einem leisen Ruck gleitet die Tür zur Seite und gibt den Blick frei auf einen dunklen, staubigen Korridor. Die Luft in der Station ist abgestanden, riecht nach Verfall und Tod. Du betrittst den Korridor, deine Stiefel hallen leise auf dem Metallboden. Das Licht deines Helms schneidet durch die Dunkelheit und enthüllt eine Umgebung, die von der Zeit gezeichnet ist. Kabel hängen von der Decke, Paneele sind abgebrochen, und überall liegt eine dicke Staubschicht. Es ist, als ob die Station plötzlich verlassen wurde, die Besatzung einfach verschwunden ist. Du ziehst deinen Blaster, deine Finger sind fest am Abzug. Jeder Schatten scheint sich zu bewegen, jedes Geräusch lässt dich zusammenzucken. Du spürst, wie dein Herz schneller schlägt, die Angst kriecht in dir hoch. ´Irgendwelche Lebenszeichen, Kai?´, fragst du. ´Negativ´, antwortet er. ´Keine Wärme Signaturen, keine Bewegung. Die Station ist verlassen.´ Aber du weißt, dass das nicht stimmt. Du spürst etwas, eine Präsenz, die dich beobachtet, die im Schatten lauert. Du gehst weiter den Korridor entlang, vorbei an verlassenen Quartieren und leeren Laboren. Überall das gleiche Bild: Chaos und Verfall. Doch dann, am Ende des Korridors, entdeckst du etwas. Eine Tür, die sich von den anderen unterscheidet. Sie ist aus einem dunklen, glänzenden Metall, ohne Griffe oder Scharniere. Sie scheint nahtlos in die Wand integriert zu sein. ´Kai, siehst du das?´, fragst du. ´Ja, Chefin. Das ist keine Standardtür.´ Du näherst dich der Tür, deine Hand berührt die kalte, glatte Oberfläche. Du spürst ein leichtes Vibrieren, eine Energie, die von der Tür ausgeht. Plötzlich flackert das Licht in deinem Helm, und ein ohrenbetäubender Schrei erfüllt den Korridor. Du taumelst zurück, deine Hände pressen sich an deine Ohren. Kai schreit ebenfalls, seine Stimme verzerrt und voller Panik. ´Was zur Hölle war das?´, fragt er. ´Ich weiß es nicht´, sagst du, deine Stimme zittert. ´Aber ich glaube, wir sind nicht allein.´ Die Tür beginnt sich zu öffnen, langsam und geräuschlos. Dahinter erwartet dich eine Dunkelheit, die tiefer und undurchdringlicher ist als jede Dunkelheit, die du je erlebt hast. Ein kalter Hauch weht dir entgegen, erfüllt von einem Geruch, der dich an Verwesung und Verzweiflung erinnert. Du spürst, wie sich eine kalte Hand um dein Herz schließt, die Angst dich zu lähmen droht. Das Grauen hat einen Namen, der tief in dir widerhallt.




