Der Schmied und die Witcherin
Public Story

Der Schmied und die Witcherin

Der Nebel hängt schwer über Korven, als du am Amboss stehst. Funken sprühen, während du das glühende Eisen bearbeitest.

Schmestino
AuthorSchmestino
Created30. November 2025
Chapters17

Story context

World description

Die Welt von The Witcher 3, nach allen ereignissen, Ciri ist jetzt ein Witcher. Korven ist ein altes Dorf am Rand des Waldes, geprägt von Nebel, Aberglauben und vergessenen Geschichten. Zwischen verlassenen Höfen, moosbedeckten Steinen und flüsternden Bäumen verbergen sich Hinweise auf ein altes, schlafendes Grauen.

Initial situation

Taron Veld lebt als Schmied in Korven. Als ein weiteres Kind verschwindet, liegt Spannung über dem Dorf. Am nächsten Tag trifft er am Brunnen eine Fremde mit silbernem Haar. Sie stellt sich als Witcherin vor – und scheint entschlossen, das Rätsel zu lösen.

Objective

Suche mit Ciri nach Hinweisen auf das verschwundene Kind – durch Gespräche, Spurenlesen und das Lüften alter Dorfgeheimnisse. Je tiefer ihr grabt, desto mehr zeigt sich.

Character introduction

Taron Veld

Taron Veld

Role: Dorfschmied

PersonalityIntrovertiert, bodenständig, mit großem Herz unter der rauen Schale. Er meidet Konflikte, bis sie unausweichlich sind.
FlawsSeine Loyalität ist leicht zu gewinnen – manchmal zu naiv.
BackstoryNach dem Tod seines Vaters, dem alten Schmied von Korven, übernahm Taron die Schmiede in jungen Jahren. Er lebt allein, verbringt seine Tage mit Arbeit am Amboss und kümmert sich um die Ausrüstung der Dorfbewohner. Obwohl er selten etwas sagt, hört er alles, was im Dorf geschieht.
RelationshipCiri und Taron lernen sich erst langsam kennen – zunächst mit Misstrauen, dann mit wachsender Vertrautheit. Zwischen Funken am Amboss und nächtlichen Gesprächen im Wald wächst eine Bindung.

Chapter samples

1
Chapter 1
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Der Nebel hängt schwer über Korven, als du am Amboss stehst. Funken sprühen, während du das glühende Eisen bearbeitest. Die Kälte kriecht unter deine abgenutzte Lederschürze, aber die Hitze des Feuers hält dich warm. Seit Tagen liegt eine bedrückende Stille über dem Dorf, eine Stille, die schwerer wiegt als das übliche Murren und Gemunkel...

Der Nebel hängt schwer über Korven, als du am Amboss stehst. Funken sprühen, während du das glühende Eisen bearbeitest. Die Kälte kriecht unter deine abgenutzte Lederschürze, aber die Hitze des Feuers hält dich warm. Seit Tagen liegt eine bedrückende Stille über dem Dorf, eine Stille, die schwerer wiegt als das übliche Murren und Gemunkel. Ein Kind ist verschwunden. Wieder. Du schlägst den Hammer fester auf das Eisen, versuchst, die Sorge zu übertönen, die in deiner Brust nagt. Du kennst jedes Kind in Korven, hast ihnen kleine Schwerter aus Holz geschnitzt oder ihre Fahrräder repariert. Und jetzt ist eines von ihnen einfach weg. Ein Knarren der Tür lässt dich aufblicken. Ein älterer Mann, sein Gesicht von Sorgen zerfurcht, steht in der Öffnung. Es ist Janek, der Vater des verschwundenen Jungen. Seine Augen sind rot gerändert. "Taron", sagt er mit brüchiger Stimme, "hast du etwas gehört? Irgendetwas?" Du schüttelst den Kopf, dein Blick senkt sich wieder auf das Eisen. "Nichts, Janek. Aber ich halte die Ohren offen." Er nickt langsam, mehr für sich selbst als für dich, und wendet sich ab. "Danke, Taron." Nachdem Janek gegangen ist, legst du den Hammer beiseite. Das Eisen ist noch glühend, aber deine Hände zittern leicht. Du gehst nach draußen, die kühle, feuchte Luft schlägt dir ins Gesicht. Am Brunnen, dem Treffpunkt des Dorfes, steht eine Gestalt. Eine Frau. Ihr Haar ist so hell, fast weiß, dass es in dem trüben Licht fast silbern schimmert. Sie hat es zu einem lockeren Pferdeschwanz gebunden, der ihr über die Schulter fällt. Ihre Augen sind smaragdgrün und mustern dich aufmerksam. Sie trägt eine abgenutzte Lederrüstung und ein Schwert an ihrer Seite. Eine Witcherin. Was bringt eine von ihrer Sorte nach Korven? Sie bemerkt deinen Blick und ihre Lippen verziehen sich zu einem kaum merklichen Lächeln. "Ihr seid Taron, der Schmied, nicht wahr?", fragt sie mit einer Stimme, die so klar ist wie ein Gebirgsbach. "Ich bin Ciri." Du nickst, unfähig, deine Überraschung ganz zu verbergen. "Was führt dich nach Korven, Witcherin?" "Ich habe gehört, dass hier ein Kind verschwunden ist", antwortet sie. "Ich möchte helfen." Ihre Worte sind direkt, ohne Umschweife. Sie scheint entschlossen. Du runzelst die Stirn. "Das ist freundlich von dir, aber... Korven hat nichts zu bieten. Keine Monster, keine Aufträge. Nur Aberglaube und Armut." "Vielleicht", sagt Ciri, ihre Augen fixieren dich, "verbergen sich die wahren Monster nicht immer in den Wäldern." Sie macht eine kurze Pause. "Ich würde gerne mehr über das Verschwinden erfahren. Vielleicht kannst du mir erzählen, was du weißt?"

2
Chapter 2
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Der Nebel schmiegt sich an deine Haut, als du Ciris Worte verarbeitest. Du musterst sie skeptisch. Was weiß eine junge Frau von den dunklen Geheimnissen Korvens? Doch ihre smaragdgrünen Augen verraten eine Entschlossenheit, die dich beeindruckt. Du seufzt innerlich. Es schadet nicht, ihr zuzuhören, und vielleicht… vielleicht kann sie wirk...

Der Nebel schmiegt sich an deine Haut, als du Ciris Worte verarbeitest. Du musterst sie skeptisch. Was weiß eine junge Frau von den dunklen Geheimnissen Korvens? Doch ihre smaragdgrünen Augen verraten eine Entschlossenheit, die dich beeindruckt. Du seufzt innerlich. Es schadet nicht, ihr zuzuhören, und vielleicht… vielleicht kann sie wirklich helfen. "Komm in meine Schmiede, dort können wir ungestört reden. Du weißt ja, was die Leute von Witchern denken", sagst du, und deutest mit einer Kopfbewegung auf das kleine Gebäude neben deinem Haus. Die Schmiede ist dein Rückzugsort, ein Ort, an dem du ungestört arbeiten und nachdenken kannst. Es ist ein Ort, der dich schützt. Ciri nickt zustimmend und folgt dir. Ihr Gang ist leichtfüßig und aufmerksam, wie bei einem Tier, das jede Bewegung in seiner Umgebung wahrnimmt. In der Schmiede ist es warm, der Geruch von heißem Metall und Kohle liegt in der Luft. Das rötliche Licht des Schmiedefeuers tanzt an den Wänden und wirft lange Schatten. Du deutest auf einen grob gezimmerten Hocker. "Bitte, setz dich." Du selbst lehnst dich an den Amboss, die Arme verschränkt vor der Brust. "Also, Witcherin", beginnst du, "was willst du wissen?" Ciri lässt ihren Blick durch die Schmiede schweifen, nimmt jedes Detail auf – die Werkzeuge an der Wand, die halbfertigen Hufeisen, die Rußflecken an den Wänden. Dann wendet sie sich dir zu. "Erzähl mir von dem Kind. Wie ist es verschwunden? Gab es irgendwelche Anzeichen, irgendwelche Besonderheiten?" Ihre Stimme ist ruhig, aber ihre Augen sind wach und aufmerksam. Sie hört dir aufmerksam zu, nickt gelegentlich, ohne dich zu unterbrechen. Du erzählst ihr alles, was du weißt – oder besser gesagt, alles, was du gehört hast. Von Janeks Verzweiflung, von den Gerüchten im Dorf, von den ängstlichen Blicken der Mütter, die ihre Kinder noch fester an sich drücken. Als du fertig bist, herrscht einen Moment lang Stille. Das Knistern des Feuers ist das einzige Geräusch. Ciri scheint nachzudenken, ihre Stirn liegt in Falten. "Und du?", fragt sie schließlich. "Was denkst du, ist passiert?"

3
Chapter 3
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Die Worte des Witchers hallen in der stickigen Luft deiner Schmiede wider. Du spürst ihr forschendes Auge auf dir ruhen, während du nach den richtigen Worten suchst. Es ist nicht deine Art, dich in dörfliche Angelegenheiten einzumischen, aber das Verschwinden der Kinder lässt auch dich nicht kalt. "Ich kenne die Kinder zwar alle aber nic...

Die Worte des Witchers hallen in der stickigen Luft deiner Schmiede wider. Du spürst ihr forschendes Auge auf dir ruhen, während du nach den richtigen Worten suchst. Es ist nicht deine Art, dich in dörfliche Angelegenheiten einzumischen, aber das Verschwinden der Kinder lässt auch dich nicht kalt. "Ich kenne die Kinder zwar alle aber nicht gut", beginnst du, deine Stimme rau vom langen Schweigen, "vielleicht sind sie das langweilige Leben hier auch satt und sind weggelaufen, aber je mehr Kinder verschwinden, desto weniger Sinn macht diese Theorie." Du ringst mit dir, ob du Ciri von den alten Geschichten erzählen sollst, von den dunklen Mächten, die angeblich in den Wäldern lauern. Doch der rationale Teil in dir weigert sich, solchen Märchen Glauben zu schenken. Ciri nickt langsam. "Weglaufen ist eine Möglichkeit, ja. Aber warum sollten sie alle gleichzeitig verschwinden? Und ohne ein Wort zu hinterlassen?" Sie mustert dich, als ob sie deine Gedanken lesen könnte. "Gibt es etwas Besonderes an diesem Wald? Irgendwelche alten Sagen oder Legenden?" Du zögerst. "Es gibt Geschichten", gibst du schließlich zu. "Von einem alten Waldgeist, der Kinder in sein Reich lockt. Aber das sind nur Ammenmärchen, um die Kinder vom Wald fernzuhalten." Deine Hand fährt über den rauen Stahl des Ambosses, als suchtest du Halt. "Die Wahrheit ist, ich weiß es nicht. Ich verstehe es nicht. Kinder verschwinden einfach, spurlos." Die Stille kehrt zurück, schwer und bedrückend. Das Feuer knistert unaufhörlich, als wolle es die Stille durchbrechen, doch es gelingt ihm nicht. Du siehst Ciri an. Ihre Augen sind auf dich gerichtet, forschend, aber auch mitfühlend. Du erkennst in ihr die Entschlossenheit, die du selbst so lange vermisst hast. Vielleicht ist sie wirklich die Einzige, die helfen kann. Vielleicht ist es an der Zeit, die alten Geschichten ernst zu nehmen. Ciri scheint entschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen.

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