
Aoras Pfad
Der kalte Wind peitscht mir ins Gesicht, als ich durch die engen Gassen des Dorfes Koda-Samar eile. Mein braunes Lederkorsett schmiegt sich eng an meinen Körper, darunter ein schlichtes Leinenhemd.
Story context
World description
Mittelalter in China
Initial situation
Der König Harald will den Monstein haben damit er sein wunsch welt aufbauen kann. Der Mondstein ist uralt und sehr mächtig!Der König Harald beaufgtrag Aora damit den Mondstein zu finden! Aora muss den Mondsteind finden und Aora muss eine Kralle von dem Drachen bringen! Damit der König Harald sich vergewissern kann das der drache tot ist. Aora verliebt sich in den Drachen! Aber sie weiß es nicht das der Drache verzaubert ist. ...
Objective
Aora findet den Mondstein und merkt schnell das der Mondstein sehr mächtig ist. Aora findet auch heraus das der Drache verzaubert ist!
Character introduction

Aora
Role: Das Drachenmädchen
Chapter samples
1Chapter 1▾
Der kalte Wind peitscht mir ins Gesicht, als ich durch die engen Gassen des Dorfes Koda-Samar eile. Mein braunes Lederkorsett schmiegt sich eng an meinen Körper, darunter ein schlichtes Leinenhemd. Der braune Rock schwingt bei jedem Schritt mit. Den schwarzen Umhang mit Kapuze habe ich tief ins Gesicht gezogen, um mich vor den neugierigen...
Der kalte Wind peitscht mir ins Gesicht, als ich durch die engen Gassen des Dorfes Koda-Samar eile. Mein braunes Lederkorsett schmiegt sich eng an meinen Körper, darunter ein schlichtes Leinenhemd. Der braune Rock schwingt bei jedem Schritt mit. Den schwarzen Umhang mit Kapuze habe ich tief ins Gesicht gezogen, um mich vor den neugierigen Blicken der Dorfbewohner zu schützen. Sie tuscheln schon genug über mich, seit mein Vater spurlos verschwunden ist. König Haralds Befehl lastet schwer auf meinen Schultern. Den Mondstein finden – und eine Kralle des Drachen. Eine schier unmögliche Aufgabe. Der Mondstein, ein uraltes Artefakt von unvorstellbarer Macht, soll in den Tiefen des Jadebergs verborgen liegen. Und der Drache? Gallus, wie ihn die Alten nennen, haust in einer Höhle hoch oben am Gipfel, bewacht von Nebel und Legenden. Ich erreiche den Rand des Dorfes. Vor mir erstreckt sich der dichte Wald, der sich bis zu den Ausläufern des Jadebergs zieht. Die Bäume sind hoch und dunkel, ihre Äste wie knochige Finger, die nach mir greifen. Ein Schauer läuft mir über den Rücken. Es heißt, der Wald sei verzaubert, voller Irrlichter und tückischer Pfade. Meine Mutter hat mich vor dem König gewarnt. "Aora, dieser Mann ist besessen", hatte sie gesagt. "Er wird dich ausnutzen, um seine kranken Träume zu verwirklichen." Aber ich habe keine Wahl. Wenn ich den Mondstein nicht finde, wird Harald das Dorf bestrafen. Und ich kann es nicht zulassen, dass meiner Mutter etwas zustößt. Ich trete in den Wald ein. Das Sonnenlicht dringt kaum durch das dichte Blätterdach. Die Luft ist feucht und kühl, erfüllt vom Duft von Erde und Moos. Ich ziehe meinen Bogen fester an mich. Seit meinem sechsten Lebensjahr trainiere ich mit Pfeil und Bogen. Mein Vater hatte mich gelehrt, wie man in der Wildnis überlebt. Eine Fähigkeit, die mir jetzt vielleicht das Leben rettet. Tiefer im Wald entdecke ich eine versteckte Lichtung. Inmitten der Lichtung befindet sich ein kleiner See, dessen Oberfläche wie ein Spiegel wirkt. Das Wasser ist so klar, dass ich den Grund sehen kann: weiße, glatte Steine, die im sanften Licht schimmern. Ich knie mich nieder und trinke. Das Wasser ist kalt und erfrischend. Als ich aufblicke, entdecke ich etwas Seltsames. Ein Pfad, der sich unscheinbar zwischen den Bäumen hindurchschlängelt. Er sieht aus, als wäre er lange nicht mehr benutzt worden. Aber irgendetwas an ihm zieht mich magisch an. Soll ich ihm folgen? Führt er mich vielleicht zum Mondstein? Oder in die Arme des Drachen?
2Chapter 2▾
Ich atme tief durch und betrachte den Pfad genauer. Er ist überwuchert mit Moos und Farnen, aber ich kann erkennen, dass er einst gut ausgebaut war. Die Bäume stehen dichter an diesem Pfad, als an anderen Stellen der Lichtung, als würden sie ihn beschützen wollen. Eine unheimliche Stille liegt über dem Pfad, nur unterbrochen vom leisen Ra...
Ich atme tief durch und betrachte den Pfad genauer. Er ist überwuchert mit Moos und Farnen, aber ich kann erkennen, dass er einst gut ausgebaut war. Die Bäume stehen dichter an diesem Pfad, als an anderen Stellen der Lichtung, als würden sie ihn beschützen wollen. Eine unheimliche Stille liegt über dem Pfad, nur unterbrochen vom leisen Rauschen des Windes in den Baumwipfeln. Ich zögere. Der Drache. Der Mondstein. Beide Ziele scheinen unerreichbar fern. Aber ich weiß, dass ich mich entscheiden muss. Zögere ich zu lange, verliere ich wertvolle Zeit. Und König Harald wird ungeduldig werden. Ich lege den Bogen ab und taste nach den Pfeilen in meinem Köcher. Sie sind meine einzigen Verbündeten in dieser gefährlichen Wildnis. Ich überprüfe die Sehne meines Bogens, um sicherzustellen, dass sie straff und bereit ist. Dann hebe ich den Bogen wieder auf und spanne ihn. Langsam trete ich auf den Pfad. Die Äste der Bäume scheinen sich über mir zusammenzuziehen, als wollten sie mich verschlingen. Der Boden unter meinen Füßen ist weich und nachgiebig. Jeder Schritt ist eine Herausforderung. Je tiefer ich in den Wald eindringe, desto dunkler wird es. Die Sonne dringt kaum noch durch das dichte Blätterdach. Die Luft wird kälter und feuchter. Ich spüre, wie sich eine Gänsehaut auf meinen Armen ausbreitet. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ein leises Rascheln im Unterholz. Ich bleibe wie erstarrt stehen und lausche. Das Rascheln kommt näher. Ich spanne den Bogen fester und richte ihn auf die Richtung, aus der das Geräusch kommt. Ein kleiner Hase hoppelt aus dem Unterholz. Er bleibt stehen und betrachtet mich mit großen, ängstlichen Augen. Ich lasse den Bogen sinken und atme erleichtert auf. Es ist nur ein Hase. Ich gehe weiter. Der Pfad windet sich in Serpentinen durch den Wald. Ich folge ihm, achtsam und aufmerksam. Ich weiß nicht, was mich erwartet. Aber ich bin bereit. Nach einer Weile erreiche ich eine Weggabelung. Zwei Pfade führen in verschiedene Richtungen. Welchen soll ich wählen? Ich betrachte die beiden Pfade aufmerksam. Der eine führt steil bergauf, der andere führt tiefer in den Wald hinein. Ich entscheide mich für den Pfad, der tiefer in den Wald führt. Er scheint mir sicherer zu sein. Außerdem habe ich das Gefühl, dass er mich näher an den Mondstein bringen wird. Der Pfad wird immer schmaler und unwegsamer. Ich muss mich bücken, um unter tiefhängenden Ästen hindurchzukommen. Der Wald wird immer dichter und undurchdringlicher. Ich frage mich, ob ich mich verirrt habe. Plötzlich entdecke ich etwas Seltsames. Ein leuchtendes Objekt, das zwischen den Bäumen liegt. Es sieht aus wie ein Stein, aber er strahlt ein helles, blaues Licht aus. Ist das der Mondstein?
3Chapter 3▾
Ich kneife die Augen zusammen und gehe vorsichtig näher. Das blaue Licht pulsiert sanft, als würde der Stein atmen. Er liegt auf einem kleinen, moosbewachsenen Hügel, fast wie auf einem Altar. Die Bäume ringsherum scheinen sich ehrfürchtig von ihm abzuwenden. Es herrscht eine Stille, die fast greifbar ist. Ich umrunde den Hügel langsam, ...
Ich kneife die Augen zusammen und gehe vorsichtig näher. Das blaue Licht pulsiert sanft, als würde der Stein atmen. Er liegt auf einem kleinen, moosbewachsenen Hügel, fast wie auf einem Altar. Die Bäume ringsherum scheinen sich ehrfürchtig von ihm abzuwenden. Es herrscht eine Stille, die fast greifbar ist. Ich umrunde den Hügel langsam, den Bogen stets im Anschlag. Der Stein ist von einer Aura umgeben, die die Luft zum Flimmern bringt. Er ist wunderschön, aber auch beängstigend. Eine Macht geht von ihm aus, die mich in ihren Bann zieht. Ist das wirklich der Mondstein? Er entspricht keiner Beschreibung, die ich je gehört habe. Aber vielleicht ist seine Erscheinung ja veränderlich. Vielleicht zeigt er sich jedem in einer anderen Gestalt. Ich senke den Bogen und strecke vorsichtig eine Hand aus. Meine Finger zittern leicht, als ich den Stein berühre. Im selben Moment durchfährt mich ein Schock. Ein Strom von Energie rast durch meinen Körper, lässt meine Muskeln zucken und meine Haare zu Berge stehen. Bilder flackern vor meinem inneren Auge: ferne Welten, strahlende Städte, schreckliche Kriege. Ich ziehe meine Hand zurück, als hätte ich mich verbrannt. Mein Herz rast wie wild. Was war das? War das eine Warnung? Oder eine Verheißung? Ich betrachte den Stein erneut. Er leuchtet noch immer sanft vor sich hin, unberührt von dem Chaos, das er in mir ausgelöst hat. Ich spüre eine starke Anziehungskraft, die mich zu ihm hinzieht. Aber ich spüre auch eine tiefe Angst. Angst vor seiner Macht, Angst vor dem, was er anrichten könnte. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Soll ich den Stein mitnehmen? Oder soll ich ihn hier lassen? Soll ich König Harald von meinem Fund berichten? Oder soll ich ihn für mich behalten? Ich schließe die Augen und atme tief durch. Ich muss klar denken. Ich muss mich entscheiden. Was ist das Richtige? Was ist das, was ich wirklich will? Als ich die Augen wieder öffne, ist meine Entscheidung gefallen. Ich weiß, was ich tun muss. Ich werde den Stein nicht zu König Harald bringen. Ich werde ihn beschützen. Vor ihm. Vor allen, die seine Macht missbrauchen wollen. Ich beuge mich nieder und hebe den Stein vorsichtig auf. Er fühlt sich warm und lebendig an in meiner Hand. Ich stecke ihn in eine Tasche meines Rocks, dicht an meinem Körper. Ich spüre, wie seine Energie auf mich übergeht, mich stärkt und mir Mut verleiht. Ich weiß, dass ich eine gefährliche Entscheidung getroffen habe. Aber ich bin bereit, die Konsequenzen zu tragen. Ich bin bereit, für das zu kämpfen, was ich für richtig halte. Ich verlasse den kleinen Hügel und gehe zurück auf den Pfad. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Aber ich weiß, dass ich nicht mehr allein bin. Ich habe den Mondstein. Und er hat mich.




