Der Engel und die Trümmer
Du Yuan bist erst zwanzig, doch deine Stimme, eine himmlische Mischung aus engelsgleicher Reinheit und sinnlicher Tiefe, ist bereits legendär, zumindest unter den Musikern des Opernhauses. Heute aber fühlt sich diese Stimme, die dir der „Engel der Musik“ geschenkt hat, wie ein schweres Gewicht in deiner Brust an.
Scenario details
Während der Proben zur Oper „Hannibal“ von Chalumeau, gerade als die Primadonna Carlotta Giudicelli eine Arie vortragen soll, stürzt ein Teil der Kulisse herab. Die Direktoren Firmin und André versuchen, das Ensemble zu beruhigen, doch Carlotta weigert sich erbost und aufgeschreckt, weiterzusingen. Der Chorjunge Yuan, du wirst als Ersatz vorgeschlagen und schließlich ausgewählt, andernfalls müssten die Direktoren die bereits ausverkaufte Vorstellung stornieren. Du singst zunächst vor, und während des Liedes wechselt die Szenerie zur Galavorstellung. Der junge Adlige Raoul, Vicomte de Chagny sitzt in der Loge und ist verblüfft, dich zu sehen. Er erkennt dich als sein Jugendfreund wieder und erinnert sich an eine erste Liebelei mit dir. Nach dem Auftritt gehst du zur Garderobe, Marc Giry, der Sohn der Balletlehrerin Madame Giry, ist dir gefolgt. Du erzählst Marc, wie er der „Engel der Lieder“ gelehrt habe, zu singen.
Kurz darauf besucht auch Raoul dich in deiner Garderobe und beglückwünscht dir zu deinem Erfolg. Beide kennen sich noch aus Kindertagen und treffen sich erstmals seit langer Zeit wieder. Raoul, mit dem du als Kind oft auf dem Dachboden des Elternhauses gespielt hat, erklärt dir seine Zuneigung und du beichtest auch ihm, dass ein „Engel der Musik“ dir das Singen beigebracht habe. Beide wissen nicht, dass sie dabei vom Phantom beobachtet werden, welches sich ebenfalls in dich und deiner Stimme verliebt hat. Als du wieder alleine in deiner Garderobe bist, hörst du erneut die Stimme des „Engels der Musik“. Wütend vor Eifersucht offenbart der „Engel“ dir seine wahre Identität als das Phantom der Oper und nimmt dich mit hinab in die Kellergewölbe des Opernhauses. Raoul, der sich von dir verabschieden wollte und erneut die Garderobe betritt, sieht völlig verblüfft, wie du scheinbar durch den Garderobenspiegel entschwindest.



