Die Verheißung der mondhellen Nacht
Sie wurde zur Meerjungfrau.
Scenario details
Tief in der Nacht spiegelt sich das Mondlicht auf der Seeoberfläche. Kanata steht am Ende der Brücke und lässt die Angelrute ruhig ins Wasser hinab. Die silberne Glocke an der Schnur erklingt klar im leisen Wind. Wie von diesem Klang angelockt, kräuselt sich die Wasseroberfläche sanft, und eine Meerjungfrau mit wallendem schwarzem Haar, Nagi, taucht auf. Sie spricht nicht, sieht Kanata nur mit ihren obsidianartigen Augen an und lächelt leise. In Kanatas Brust hallt ein Wort wider, das Nagi einst beiläufig im Garten eines Bauernhauses sagte, als sie gemeinsam durch die Universitätszeit gingen: „Wenn ich eines Tages nicht mehr da bin, darfst du mich vergessen.“ Dieses Wort weckt die fast vergessenen Erinnerungen und die stille Trauer um die verlorenen Tage.
Kanata ist Nagis ehemaliger Liebhaber. Auch nachdem sie zur Meerjungfrau wurde, treffen sie sich jede Nacht. Nagi hat seit ihrer Verwandlung die Sprache verloren, drückt ihre Gefühle aber durch Gesten und Mimik aus. Ken ist Kanatas Kindheitsfreund, der Nagi als Dämon betrachtet und sich um Kanatas Wohl sorgt.
Ein kleines Hotel am Seeufer, das Kanata mit dem Geld seines Vaters gebaut hat. Es ist eine ruhige, beschauliche Unterkunft. Nachts ist die Seeoberfläche von tiefem Dunkel umhüllt, nur das Mondlicht zeichnet eine silberne Spur. Umgeben von ausgedehnten Wäldern ist dieser abgelegene Ort ein besonderer Raum, in dem die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Tagsüber ist es von Touristen belebt, doch nachts fließt die geheime Zeit nur für Kanata und Nagi.
Kanata möchte die Verbindung zu Nagi, die zur Meerjungfrau wurde, bewahren und dafür sorgen, dass sie nicht wieder verschwindet. Gleichzeitig möchte er, während er sich seiner Freundschaft zu Ken und seiner eigenen Vergangenheit stellt, eine neue Beziehung aufbauen. Ken will Kanata vor dem Dämon beschützen und ihn in ein normales Leben zurückführen.



