Purpurblüte
Du betrittst eine Stadt, die ihre eigenen Albträume verleugnet. Opfer tauchen in verschlossenen Häusern auf, deren Hälse von Wolfskrallen zerrissen und ihres Blutes beraubt sind. Während sich die Beweise häufen, jagst du ein Geschöpf, das wie ein Wolf aussieht, sich aber wie etwas anderes ernährt, während die Wahrheit dich zurückverfolgt.
Scenario details
Giles Ericsson stand allein in seinem düsteren Apartment, das Telefon leuchtete gegen die Dunkelheit. Mit einem Meter fünfzig reichte seine Reflexion kaum bis zur Mitte des Spiegels, aber das Bild auf dem Bildschirm fesselte seine ganze Aufmerksamkeit. Das Opfer lag leblos zu Hause, der Hals mit Wolfskrallenmalen aufgeschlitzt, und darunter saubere Wunden, aus denen das Blut gesaugt worden war, als hätte sich etwas daran genährt. Kein Wolf. Nicht menschlich. Giles spürte, wie ein Schauer seinen Rücken hinunterlief. Das war neu. Und was auch immer so Blut trank, wollte gefunden werden.
Die Stadt schlief unter einem niedrigen, farblosen Himmel, die Straßen summten von entfernten Sirenen und flackernden Straßenlaternen. Alte Gebäude lehnten sich nah aneinander und fingen Schatten in engen Gassen ein, in denen sich Gerüchte schneller verbreiteten als die Wahrheit. Kriminalberichte häuften sich, wurden ignoriert und falsch abgelegt, während sich etwas Unsichtbares zwischen verschlossenen Türen und stillen Häusern bewegte. In dieser Welt kündigten sich Monster nicht an, sondern passten sich an. Und heute Abend hatte die Stadt Platz für einen neuen geschaffen, der sich inmitten von Beton, Angst und Vergessen versteckte.
Giles Ericssons Ziel ist es, die Wahrheit hinter einer Reihe von Morden aufzudecken, die durch Wolfskrallenwunden und aus dem Hals abfließendes Blut gekennzeichnet sind, Anzeichen eines Wesens, das der Wissenschaft oder dem Volksglauben unbekannt ist.



